Unsere Geschichtensammlung

Alle Geschichten zum Herunterladen (doc / DE-EN)
(Aktueller Stand: 23. Januar 2007)


Gegen den Felsen drücken

17 Punkte für die wahre Kirche

Die Katze und das Mädchen

Das Gebet

Das Gemälde des Letzten Abendmahls

Die Brücke

Porträt vom Herrn, Jesus Christus

Der alte Fischer

Fussspuren im Sand

Er nahm meine Prügel auf sich

Einstellung

Die drei kleinen Bäume

Deine Hände

Brief vom Vater im Himmel
Das Gleichnis von den Liegestützen Die Kraft einer Mutter
Der Raum Die Macht der Entscheidung
Der Einfluss des Meisters Hand Die 3 Siebe
Das Gebäude ist am brennen Die schönste Rose der Welt

 

Gegen den Felsen drücken

Es war ein Mann, der schlief in der Nacht in seiner Hütte, als sich plötzlich sein Zimmer mit Licht füllte und der Erretter erschien. Der Herr erzählte ihm, dass er eine Arbeit für ihn habe, und zeigte ihm einen grossen Felsen. Er erklärte ihm, dass er mit aller Macht gegen diesen Stein drücken muss. Der Mann tat es und arbeitete für viele Tage lang, vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Er legte seine Schultern gegen die kalte, massive Felsoberfläche und stiess mit all seiner Macht dagegen. Jede Nacht kehrte der Mann erschöpft zu seiner Hütte zurück, und hatte das Gefühl, dass er seinen ganzen Tag nutzlos verbracht hatte.

Satan sah, dass der Mann mutlos wurde und entschied, ihn in seinen Gedanken zu beeinflussen, wie z.B. "Warum mühst du dich damit ab? Du wirst es nie schaffen?" oder "Du arbeitest schon so lange daran und hast den Felsen nicht das Geringste bewegt." Er gab dem Mann den Eindruck, dass diese Aufgabe unmöglich sei und dass er ein unwürdiger Diener sei, weil er den massiven Stein nicht verschieben kann.

Diese Gedanken entmutigte den Mann und seine Anstrengungen fingen an nachzulassen. "Warum strenge ich mich so an ?" dachte er, "Ich werde nur noch meine Zeit hineinstecken und von nun an, das Minimum an Anstrengung geben und das wird gut genug sein." Das tat er - oder wenigstens plante er es zu tun - bis er sich eines Tages entschied, seine Probleme dem Herrn vorzulegen. "Herr", sagte er "ich habe hart gearbeitet und lange in deinem Dienst gestanden, setzte all meine Stärke ein, um das zu tun, wozu du mich gebeten hast. Jetzt, nach all dieser Zeit, habe ich den Felsen nicht einmal einen halben Millimeter von der selben Stelle gebracht. Was ist falsch? Warum habe ich fehlgeschlagen?" Dazu antwortete der Herr mitleidig: "Mein Freund, vor langer Zeit habe ich Dich beauftragt, mir zu dienen und du hast es akzeptiert. Ich habe dich gebeten, mit all deiner Stärke, gegen den Felsen zu drücken, und das hast Du getan. Aber niemals verlangte ich von dir, ihn zu bewegen. Auf jeden Fall nicht alleine. Deine Aufgabe war zu drücken und nun kommst Du zu mir, deine Stärke verbraucht und denkst, dass du fehlgeschlagen hast und bereit bist aufzugeben. Aber ist das wirklich so? Sieh dich selber an, deine Arme sind kräftiger und muskulös, dein Rücken ist kraftvoll und deine Hände sind abgestumpft von dem dauerndem Druck, deine Beine sind massiv und hart geworden. Durch Widerstand bist du gewachsen und deine Fähigkeit übertrifft das was du vorher gehabt hast. Jetzt, wo es dir immer noch nicht gelungen ist den Felsen zu verschieben, kommst du zu mir mit einem schwerem Herzen und deine Kräfte sind verbraucht. Ich, mein Freund, werde den Felsen verschieben. Deine Aufgabe war es, gehorsam zu sein und zu stossen, und deinen Glauben und Vertrauen in meine Weisheit setzen ... und das hast du getan."

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Die Katze und das Mädchen

Ein Mädchen fragte eine Katze, die auf einem Baum sass: "Könntest Du mir sagen, welchen Weg ich von hier nehmen muss?"
"Das hängt davon ab, wohin du gehen willst", sagte die Katze.
"Es ist mir eigentlich egal", sagte Alice
"Dann ist es egal, welchen Weg du nimmst", sagte die Katze.

(Lewis Carroll)
Zurück nach oben

Das Gemälde des letzten Abendmahls

(Basiert auf einer wahren Begebenheit)

Die Entstehungsgeschichte vom Gemälde des letzten Abendmahls ist extrem interessant und instruktiv. Zwei zufällige Begegnungen mit diesem Gemälde erlauben es, die meist überzeugende Lektion am Effekt und Gedanken im Leben von Jungen und Mädchen, oder Mann und Frau, zu geben.

Das Bild vom letzte Abendmahl wurde von dem bekannten Italienischen Künstler Leonardo Da Vinci gemalt. Die Zeit bis zur Fertigstellung dauerte 7 Jahre. Die Figuren, welche die 12 Apostel und Christus darstellen, wurden von lebendigen Personen abgezeichnet.


Das lebendige Model um die Figur von Christus darzustellen, wurde zuerst gewählt. Als entschieden war, dass Da Vinci dieses grossartige Bild malen würde, wurden hunderte von jungen Männern sorgfältig angeschaut, und man bemühte sich, das Gesicht und die Persönlichkeit zu finden, das Unschuld und Schönheit zeigt, frei von Makel und Sünde. Endlich, nach einigen Wochen suchen, fand er einen 19 jährigen Jungen als Model des Christusporträt. Während 6 Monaten arbeitete Da Vince nur an der Entwicklung des führenden Charakters des berühmten Gemäldes.

Last Supper (185 KB)

In den nächsten 6 Jahren fuhr er an seiner Kunstarbeit fort. Für einen nach dem andern wurden passende Personen gewählt, um jeden der Aposteln darzustellen. Ein Platz wurde ausgelassen, um die Person von Judas Iscariot, als Abschluss seines Meisterwerkes, darzustellen. Wie du dich erinnerst, war das der Apostel, der den Herrn für 30 Silberstücke verraten hatte (16.95$ in unserer heutigen Währung wert).

Für 4 Wochen suchte Da Vinci einen Mann mit einem harten, gefühllosem Gesicht, mit einem Narben geprägten, bestimmten, habsüchtigen und verbrecherischem Gesichtsausdruck, dass den Charakter beschrieb, der seinen besten Freund verraten würde.

Nach vielen entmutigenden Erlebnissen im Suchen von diesem Typ von Person, dass es benötigte um Judas darzustellen, bekam Da Vinci den Bescheid, dass ein Mann, wessen Erscheinen genau seinen Wünschen entspricht, gefunden wurde. Er befand sich in einem Verlies in Rom, wo er wegen Verbrechen und Mord zum Tode verurteilt war. Da Vinci machte die Reise nach Rom, und diesen Mann aus seiner Gefangenschaft aus dem Verlies heraus zu holen und ans Sonnenlicht zu bringen.

Hier sah Da Vinci einen schwarzen, dunkelhäutigen Mann. Seine langen, zottigen und ungekämmten Haaren fielen der Länge nach über sein Gesicht. Das Gesicht welches einen Charakter von einer vollständige Ruine darstellte. Wenigstens hatte der Maler die Person gefunden, die er wollte, um Judas darzustellen.

Nach einer speziellen Erlaubnis vom König, wurde der Gefangene nach Mailand gebracht, wo das Bild gemalt wurde. Für 6 Monaten sass er jeden Tag für viele Stunden vor Da Vinci. Der begabte Künstler arbeitete fleissig an seiner Aufgabe, Linie um Linie, damit der Charakter des Verräters vom Erlöser, dargestellt werden konnte. Als er seinen letzten Strich fertig stellte, drehte er sich zum Wächter und sagt: "Ich habe es beendet, sie können den Gefangenen wegnehmen." Als der Wächter den Gefangenen wegführte, machte sich dieser plötzlich aus seiner Kontrolle los und eilte jammernd zu Da Vinci: " Oh, Da Vinci, schau mich an! Weisst Du nicht wer ich bin?"

Da Vinci, mit seinen trainierten Augen für seinen Charakterstudent, prüfte den Mann sorgfältig, welches Gesicht er ununterbrochen für 6 Monaten angestarrt hatte und erwiderte: "Nein, ich habe sie noch nie vorher in meinem Leben gesehen, bis sie aus dem Verlies aus Rom hierher gebracht wurden.

Dann hob der Gefangene seine Augen zum Himmel und sagte: "O Gott, bin ich so tief gefallen?" Dann drehte er sein Gesicht zum Maler und weinte: "Leonardo Da Vinci, schauen sie mich nochmals an, den ich bin derselbe Mann, den sie vor 7 Jahren als die Figur von Christus gemalt haben!"

Dieses ist eine wahre Geschichte von dem Gemälde des letzten Abendmahl. Sie lernt uns die Auswirkungen von richtig und falsch denkenden Persönlichkeiten. Er war ein kräftiger junger Mann, wessen Charakter so rein und unverderbt von der Sünden der Welt war, dass er ein unschuldiges und schönes Aussehen darstellte, genau das war für die Darstellung von Christus gebraucht wurde. Aber während den folgenden 7 Jahren lebte er in Sünden und Verbrechen, so dass sein vollkommenes Bild zum meist berüchtigten Charakter, welcher die Weltgeschichte je kannte, wurde.

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Das Porträt vom Herrn, Jesus Christus

(Basiert auf einer wahren Begebenheit) 

Im Norden von Rexburg, Idaho (USA), lebt ein HLT Künstler namens Del Parsons, welcher das neuste Portrait von Christus malte. Er wurde von den Führern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beauftragt, dieses Portrait von Christus zu malen.

Bruder Parsons war natürlich sehr erfreut und demütig über die Einladung, das neue Bild von Christus zu malen, welches dann in der Kirche weltweit eingesetzt würde. Er begann die Arbeit mit vielem Beten und Studieren und hoffte dabei, dass seine Bemühungen gesegnet werden und dass seine Arbeit den Generalautoritäten der Kirche akzeptabel sei, welche ihn beauftragten.

Seit der Fertigstellung des Portraits, gab er schon einige Firesides über die Erfahrungen die er durch diese Arbeit gemacht hatte. In seinen Präsentationen erzählte Bruder Parsons von seinem ersten Anlauf und erklärte, dass er, nachdem er das Bild abgegeben hatte, gespannt auf das Gutachten der Generalautoritäten wartete. Und dann kam die Antwort:

„Es tut uns leid, aber das ist nicht richtig. Bitte versuchen Sie es erneut...“

Immer noch demütig, erklärte er, machte er sich erneut an die schwere Arbeit; mit einem Gebet im Herzen und dem Wunsch, ein Instrument in den Händen des Herrn zu sein. Doch auch beim zweiten Anlauf, war es noch nicht passend. Bestimmte Änderungen müssten noch gemacht werden.

Gespannt warteten nun die Anwesenden der Firiside auf die Lösung des dritten und letzten Versuches. Das akzeptierte Bild von Christus, welches er mit Unterstützung von Inspiration und Führung malte, und welches von den Brüdern akzeptiert wurde. Und vor allem auf die Art, die für den Herrn selber akzeptabel sei. Und wirklich war das der Zeitpunkt, als Bruder Parsons das Portrait vom Erlöser abdeckte und vorzeigte.

In einer dieser Firesides, befand sich ein verbittertes und rebellisches junges Teenager Mädchen. Sie war körperlich anwesend, beneidete aber das Erlebnis dieses Mannes. Man konnte sehen, dass sie sich ungeliebt fühlte und jegliche Liebe von ihrer Familie und ihren Freunden zurück wies. Sie war unglücklich seit dem grausamen Autounfall mit ihren Eltern, an welchem sie die einzige Überlebende gewesen ist. Die Eltern starben auf der Unfallstelle und dieses Mädchen wurde alleine zurück gelassen – wartend, bis sie jemand finden würde. Danach wurde sie in die Obhut von Verwandten gebracht, welche als ihre offiziellen Beschützer galten. Daher entwickelte sie Bitterkeit für jegliche Hilfe, die ihr ihre neue „Familie“ geben wollte.

An diesem speziellen Abend, als Bruder Parsons das Bild von Christus abdeckte, sprang das Mädchen instinktiv von ihrem Stuhl auf und eilte nach vorne.

“Das ist Er, das ist Er!“ erklärte sie wieder und wieder.

Und als jemand zu ihr kam, um sie zu beruhigen, weinte sie: “Er ist derjenige, der mich in den Armen getragen hat, nachdem meine Eltern gestorben sind bis die Hilfe gekommen ist.“

Die Anwesenden bezeugten an dieser Fireside und auch später, die Veränderung, welche dieses Mädchen durchmachte, nachdem sie vom Geist berührt und beeindruckt die Wirklichkeit der Erscheinung des Erlösers. Sie erkannte seine persönliche Liebe und Fürsorge für jeden von uns.

 (Autor unbekannt)
Zürück nach oben

Fussspuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum. Ich träumte, ich würde mit dem Herrn am Strand entlang gehen, und mitten im Himmelblau leuchteten Szenen meines Lebens auf. Bei jeder Szene bemerkte ich zwei Paar Fussspuren im Sand. Eine gehörte mir und die andere zum Herrn.

Als die letzte Szene meines Lebens vor mir erschien, sah ich zurück zu den Fussspuren im Sand. Ich bemerkte, dass zu vielen Zeiten im Verlauf meines Lebens nur eine Spur zu sehen war. Ich registrierte auch, dass dies immer dann in meinem Leben geschah, als ich sehr schwach und betrübt war. Dies quälte mich sehr, und ich fragte den Herrn danach: "Herr, Du sagtest wenn ich mich entschiede, Dir zu folgen, würdest Du mit mir gehen auf allen Wegen. Aber ich habe bemerkt, dass während der kummervollsten Zeiten meines Lebens: Da waren nur ein paar Fussspuren Ich verstehe nicht, wie Du mich in Zeiten verlassen konntest, als ich Dich am meisten brauchte?"

Der Herr erwiderte: "mein wertvolles, geliebtes Kind, ich liebe Dich und würde Dich nie, niemals während der Zeiten von Trauer und Leiden verlassen. Wenn Du nur eine Fussspur sahst, war es immer dann, als ich Dich getragen habe."

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Einstellung

Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass es für ein glückliches Leben nicht so sehr darauf ankommt, wie Reich jemand ist sondern, aus welchem Standpunkt man sein Leben betrachtet. Der Reichtum eines Menschen ist eine Sache der Einstellung.

Ich könnte mich ärgern, dass das Auto vom Nachbarn viel teurer ist als meines, ich könnte aber dankbar sein, überhaupt ein Auto zu haben, welches ich gebrauchen kann.
Ich könnte mich ärgern, dass mein Anzug viel zu knapp ist, könnte aber dankbar sein, dass ich überhaupt genug Geld habe, um mich und meine Familie zu kleiden.
Ich könnte mich ärgern, dass meine Mitmenschen 2 mal im Jahr in die Ferien fahren und ich nur einmal, könnte aber dankbar sein, dass ich eine Frau und Kinder habe, die mir ein schönes und glückliches Zuhause schaffen.
Ich könnte mich ärgern, dass ich dem Staat viel zu viel Steuern zahlen muss, könnte aber dankbar sein, dass ich eine Arbeit habe, um mein Lebensunterhalt zu verdienen.
Ich könnte mich ärgern, dass meine Nachbarn laut und rücksichtslos sind, könnte aber dankbar sein, Mitmenschen zu haben, die Freud und Leid mit mir teilen.
Ich könnte mich ärgern, dass alle rund um mich neue und schöne Häuser bauen, könnte aber dankbar sein, ein Heim zu haben, wo Liebe und Frieden herrscht.
Ich könnte mich ärgern, 2 linke Hände zu haben, könnte aber dankbar sein, einen gesunden Körper erhalten zu haben, mit dem ich die schönen Dinge der Welt sehen, hören und fühlen kann.

Die Einstellung ist wichtiger als die Vergangenheit, die Ausbildung, als Geld, als die Umstände, als vergangene Fehler, als Erfolg, oder als was andere Menschen denken, sagen oder tun.

(Peter Riesen, Schweiz, TG)
Zurück nach oben

Deine Hände

Eines Tages, als Jesus bei einer grossen Menschenmenge war, kamen einige junge Männer zu ihm. Einer von ihnen hielt etwas in der Hand. Er hörte von der grossen Weisheit die Christus besass und wollten ihn austricksen.

Ein Tag vor diesem Ereignis fing er einen kleinen Vogel ein. Er plante, dass er zu Christus sagen würde: "Meister, was ist das, was ich in den Händen habe?" Wenn Jesus dann antworten würde, ein Vogel, dann würde er weiter fragen, "Meister, ist dieser Vogel tot oder lebendig?" Wenn Jesus sagen würde, dass der Vogel tot sei, dann würde er die Hand öffnen und den Vogel fliegen lassen. Wenn Jesus aber sagen würde, dass der Vogel lebendig ist, dann würde er mit den Daumen das Genick des Vogels brechen und den toten Vogel vorzeigen.

Heimlich ging also der junge Mann mit den ausgestreckten Armen und dem versteckten Vogel zu Christus und fragte: "Meister, wenn Du so weise bist, was habe ich in meiner Hand?" Jesus antwortete sofort: "Ein kleiner Vogel ist in Deiner Hand!" Ein wenig verunsichert über diese Weisheit fragte der Junge weiter: "Meister, wenn Du so weise bist, ist dieser Vogel tot oder lebendig?"

Ohne einen Moment zu zögern, doch mit einer sanften Stimme, sagte Jesus: "Junger Mann, die Entscheidung liegt in Deinen Händen!"

(Karolyn Evans)
Zurück nach oben

Das Gleichnis von den Liegestützen

Ein Junge namens Steve besuchte die Seminarklasse in Utah. In Utah sind die Seminarklassen ein Teil des Studienplans. Bruder Christianson lehrte das Seminar an dieser Schule. Er hatte eine offene Tür-Regel und würde jeden nehmen, der aus einer anderen Klasse rausgeschmissen wurde, solange sie seine Regeln befolgten. Steve wurde während seines sechsten Semesters rauschgeschmissen und kein anderer Lehrer wollte ihn wieder nehmen und so ging er zu  Bruder Christians’ Seminarklasse. 

Da Steve gesagt wurde, dass er nicht zu spät kommen dürfe, kam er immer gerade auf die letzte Sekunde, bevor die Schulglocke läutete, und setzte sich ganz zuhinterst hin. Er war aber auch der erste der das Zimmer wieder verlies, nachdem die Klasse vorüber war.

Eines Tages kam Br. Christianson nach der Klasse zu Steve, um mit ihm zu reden. Er nahm ihn zur Seite und fragte: „Du denkst wohl, dass Du ziemlich robust und stark bist, oder?“ Steve’s Antwort war: „Ja, ich denke, dass ich das bin!“ Br. Christianson fragte dann weiter: „Wie viele Liegestützen kannst Du machen?“ „Ich mache etwa 200 jeden Abend“, sagte Steve. „Das ist ziemlich gut“, erwiderte Br. Chrisianson, „denkst Du, dass Du auch 300 machen könntest?“ „Das weiss ich nicht... ich habe noch nie 300 aneinander gemacht“, antwortete Steve. „Denkst Du, dass Du es machen kannst?“ fragte Br. Christonson erneut. „Nun, ich könnte es versuchen“, sagte Steve. Br. Christianson fragte darauf: „Könntest Du 300 in zehner Blöcken tun? Ich brauche Dich für diese Arbeit. Kannst Du das tun? Ich muss wissen, dass Du das wirklich tun kannst.“ Steve sagte darauf: “Nun... ich denke ich kann... ja, ich kann es tun.“ Br. Christianson sagte dann: “Gut, ich brauche das dann am Freitag.”

Der Freitag kam und Steve kam früh in die Klasse und setzte sich in die erste Bankreihe. Als die Stunde anfing, nahm Br. Christianson eine grosse Schachtel mit Donuts hervor. Nun, diese waren aber nicht die normalen Donuts. Es waren die extra Grossen, mit Créme in der Mitte und gefrorenem Strudel obendrauf. Jeder freute sich sehr darüber. Es war Freitag und somit der letzte Schultag der Woche, dazu konnte man früher ins Wochenende gehen.

Br. Christianson ging zum ersten Mädchen der ersten Bankreihe und fragte: „Cynthia, möchtest Du einen Donut?“ Cynthia antwortete begeistert: „Ja gerne!“ Br. Christianson drehte sich dann zu Steve und fragte: “Steve, könntest Du zehn Liegestützen machen, so dass Cynthia einen Donut erhält?” „Klar mache ich das“, antwortete Steve und sprang auf den Boden, um die zehn Liegestützen schnell zu machen. Danach setzte er sich wieder an sein Pult. So legte Br. Christianson einen Donut auf Cynthias Tisch. Br. Christianson ging weiter zu Joe, zur nächsten Person der Reihe und fragte: “Joe, willst Du auch einen Donut?” Joe sagte: “Ja gerne!“ Br. Christianson fragte Steve erneut: “Könntest Du zehn Liegestützen machen, so dass Joe einen Donut erhält?” Steve machte 10 Liegestützen und Joe bekam seinen Donut.

Und so ging das durch die ganze erste Reihe. Steve machte zehn Liegestützen für jede Person, bevor sie ihren Donut erhielten. Das ganze verlief auch in der zweiten Reihe so, bis Br. Christianson zu Scott kam. Er war der Captain der Fussballmannschaft und Center der Basketballmannschaft. Er war sehr bekannt und er fehlte nie, wenn es um eine Beziehung mit einer weiblichen Person ging. Als Br. Christianson fragte: “Scott, möchtest Du einen Donut?” antwortete er: „Ja, aber darf ich die Liegestützen selber machen?“ Br. Christianson erwiderte doch, “Nein, Steve muss diese machen.” Scott sagte dann, „nun, dann will ich keinen Donut.“ Br. Christianson drehte sich wieder zu Steve und fragte, „Steve, könntest Du zehn Liegestützen für Scott machen, so dass er einen Donut bekommen kann, den er nicht möchte?“ Steve fing sogleich mit den zehn Liegestützen an. Da rief Scott: „Hey, ich sagte, dass ich keinen will!“ „Schau“, sagte Br. Christianson “das ist mein Klassenzimmer, meine Klasse, meine Tische und meine Donuts. Lass ihn einfach liegen, wenn Du ihn nicht willst“, und so legte der den Donut auf Scott’s Pult.

Unterdessen verlangsamte Steve seine Liegestützen ein wenig. Zwischen den zehner Blöcken blieb er auch gleich stehen, da es ihn zuviel Kraft kostete, immer wieder aufzustehen und sich zu setzen. Auch konnte man die ersten Schweisstropfen auf seiner Stirn sehen.

Br. Christianson begann mit der dritten Reihe. Die Studenten fingen jedoch an, ein wenig verärgert zu werden. Br. Christianson fragte Jenny: “Jenny, möchtest Du einen Donut?” Jenny antwortete: „Nein“. Trotzdem fragte Br. Christianson Steve erneut, “Steve, würdest Du zehn Liegestützen machen, damit Jenny einen Donut erhält, den sie gar nicht möchte?“ Steve machte die zehn Liegestützen. Jetzt fingen die Studenten an jedes mal „nein“ zu sagen und so lagen alle diese nicht gegessenen Donuts auf den Tischen. Steve musste sich inzwischen sehr anstrengen, damit er für jeden Donut die zehn Liegestützen machen konnte. Am Boden sammelte sich ein kleiner See von Schweisstropfen neben seinem Gesicht, und seine Stirn und Arme fingen aufgrund der grossen physikalischen Anstrengungen an, sich rot zu verfärben. Br. Christianson beauftragte Robert sicherzustellen, dass Steve seine zehn Liegestützen machte, da er es selber nicht mehr ertragen konnte, die grosse Anstrengung von Steve für all die ungegessenen Donuts zu sehen. Robert beobachtete Steve sehr gut.

Br. Christianson ging nun die vierte Reihe hindurch. Irgendwie kamen während der Klasse weitere Schüler ins Schulzimmer und setzten sich am Rande des Raumes auf die Heizung. Als Br. Christianson das realisierte, zählte er kurz nach und merkte, dass es nun schon 34 Schüler im Raum gab. Er fing an sich Sorgen zu machen, ob Steve im Stande sei, das zu schaffen. Br. Christianson ging zur nächsten Person, dann zur nächsten usw… Bis zum Ende der Reihe hatte Steve eine harte Zeit. Er brauchte viel mehr Zeit, um die zehn Liegestützen zu machen. Steve fragte Br. Christianson: “Muss meine Nase jedes mal den Boden berühren?“ Br. Christianson überlegte für einen kurzen Augenblick und gab zu Antwort: “Nun, das sind Deine Liegestützen. Du kannst sie machen, wie immer Du möchtest“.

Kurze Zeit später wollte Jason gerade ins Klassenzimmer hineinkommen, doch alle Schüler riefen ihm zu: „Nein! Komm nicht hinein! Bleibe draussen!“ Jason, der nicht wusste was vor sich ging, lief aber weiter. Steve hob seinen Kopf hoch und sagte, „Nein, lasst ihn hinein kommen“. Br. Christianson sagte: “Du hast ralisiert, dass wenn Jason hinein kommt, Du weitere zehn Liegestützen machen musst.“ Steve antwortete: „Ja, lasst ihn hinein.“ Br. Christianson sagte dann weiter: “Okey, ich werde Dich die Arbeit für Jason gleich jetzt machen lassen. Jason, möchtest Du einen Donut?“ „Ja, gerne!“ “Steve, könntest Du zehn Liegestützen machen, so dass Jason einen Donut bekommen kann?” Steve machte die zehn Liegestützen sehr langsam und mit grossen Mühen. Fassungslos und verwirrt erhielt Jason einen Donut und setzte sich. Br. Bewildered beendete die vierte Reihe und begann dann mit denen, die auf Heizung sassen.

Die Arme von Steve zitterten nun bei jeder Liegestütze, da er mit Müh und Not gegen die Erdanziehungskraft kämpfte. Der Schweiss tropfte ihm vom Gesicht. Unterdessen gab es auch kein trockenes Auge im Raum mehr.

Die letzten zwei Mädchen im Raum waren Chearleaders und ebenfalls sehr bekannt. Br. Christianson ging zu Linda, der zweitletzten, und fragte sie: „Linda, möchtest Du einen Donut?“ Linda, die zu geschockt war um zu reden, schüttelte nur ihren Kopf. Br. Christianson fragte Steve dann: „Steve, könntest Du zehn Liegestützen für Linda machen, so dass sie einen Donut bekommen kann, den sie nicht möchte?“ Stöhnend wegen der Anstrengung machte Steve weitere zehn Liegestützen für Linda. Dann ging Br. Christianson zu Susanne, „Susanne, möchtest Du einen Donut?“ Tränen überfliessend fragte Susanne: „Br. Christianson, darf ich ihm helfen?“ Br. Christianson, der selber Tränen in den Augen hatte, erwiderte: “Nein, er muss es für sich selber tun.“ „Steve, würdest Du zehn Liegestützen machen, so dass Susanne einen Donut erhalten kann?“

Nachdem Steve mit zitternden Armen die letzten zehn Liegestützen beendet hatte und sich zu Boden fallen lies verstand er, dass er all das erreicht hatte, was von ihm verlangt wurde - nämlich 350 Liegestützen zu machen.

Br. Christianson erklärte dann: „Und so war es mit unserem Erlöser, Jesus Christus, als er zu seinem Vater betete: „In Deine Hände befehle ich meinen Geist“, mit dem Verständnis, dass er alles vollbracht hatte, was von Ihm verlangt wurde, brach am Kreuz zusammen und starb – auch für diejenigen, die sein Geschenk nicht haben wollten.

 (Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Der Raum

Irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit befand ich mich in einem Raum. Es gab keine besondere Merkmale ausser der einen Wand, die ganz bedeckt mit kleinen Karteischubladen war. Sie  waren denjenigen gleich, die in der Bibliothek zu finden sind und die Titel von Autoren oder Subjekten alphabetisch geordnet auflisten. Diese Schubladen, die von dem Boden bis zur Dach reichten und sich anscheinend ohne Ende in beiden Richtungen erstreckten, hatten aber sehr unterschiedliche Überschriften. Als ich mich der Wand mit den Schubladen näherte, hiess die erste, die mir ins Augen fiel, „Leute, die ich mochte.“ Ich öffnete sie und fing an, durch die Karten zu blättern. Ich machte sie schnell zu, erstaunt darüber, dass ich die Namen kannte, die auf den Karten standen.
Ohne, dass jemand mir erzählte, wo ich mich befand, wusste ich ganz genau, wo ich war. Dieser leblose Raum mit den kleinen Schubladen wie ein grosser Katalog über die Geschehnisse meines Lebens. Hier wurden die Handlungen meines Lebens niedergeschrieben - gross und klein in allen Einzelheiten. Mein Gedächtnis könnte nie so viel behalten.

 Ein Gefühl von Verwunderung und Neugier aber auch ein bisschen von Furcht kam in mir auf, als ich anfing, zufällige Schubladen zu öffnen und in ihren verschiedenen Inhalten zu forschen. Einige brachten mir Freude und riefen schöne Erinnerungen ins Gedächtnis zurück. Andere beschämten mich, so dass ich rückwärts über die Schulter blickte, um zu sehen, ob mich jemand beobachten würde. Eine Schublade namens „Freunde“ befand sich gerade neben der, die „Freunde, die ich verriet“ hiess.
Die Titel waren ganz unterschiedlich - vom. alltäglichen bis zum aussergewöhnlichen. „Bücher, die ich las“, „Lügen, die ich erzählte“, "Zeit, wo ich jemanden tröstete“, „Witze, worüber ich lachte.“ Einige waren ganz lustig, weil sie so genau waren, über andere konnte ich nicht lachen. „Dinge, die ich zu meinen Geschwistern rief“, „Dinge, die ich zu mir selbst im Stillen über meine Eltern murmelte.“  Meine Überraschung über den Inhalt nahm kein Ende. Manchmal gab es mehr Karten als ich erwartete. Manchmal weniger als ich hoffte.

So gesehen war ich überwältigt von dem Ausmass meines Lebens. War es möglich, dass ich in meinen 20 Jahren genug Zeit hatte, mir diese tausend, ja sogar Millionen Karten zu schreiben? Jede Karte bewies mir aber, dass es so ist -jede einzelne war mit meiner eigenen Handschrift geschrieben. Jede einzelne wurde von mir unterschrieben.

 Als ich die Schublade namens „Fernsehprogramm“ herauszog, bemerkte ich, dass die Schublade länger wurde, um den ganzen Inhalt zu erfassen. Die Karten waren eng aneinander gepackt und nach einem Meter hatte ich das Ende der Schublade noch immer nicht erreicht. Ich schämte mich und schloss sie schnell wieder. Nicht so sehr wegen der Art der Filme, sondern viel mehr wegen der langen Zeitspanne, die sie darstellte.
Als ich auf eine Schublade mit „Lüsternen Gedanke“ stiess, überkam mich ein kalter Schauer. Ich zog die Schublade nur zwei oder drei Zentimeter heraus - ich wollte nicht sehen, wie lang sie war, und holte nur eine Karte heraus. Ich schauderte bei der ausführlichen Beschreibung. Ich fühlte mich unbehaglich zu wissen, dass so etwas aufgezeichnet wurde. Eine tierische Wut überkam mich. Nur ein Gedanke dominierte in meinem Kopf. „Niemand darf diese Karten je sehen. Niemand darf je diesen Raum sehen. Ich muss sie entleeren und die Karten verbrennen!“ Ich packte das Ende der Schublade am Griff begann, sie auf den Boden zu schlagen. Schnell musste ich aber fest stellen, dass nicht eine einzige Karte heraus fiel. Deshalb wurde es mir noch wichtiger, sie schnell zu zerstören, und ich zog eine Karte heraus. Doch beim Versuch, sie zu zerreissen, musste ich mit schrecken erkennen, dass die Karte aus festem Eisen war.

 Besiegt und hoffnungslos schob ich die Schublade an ihren Platz zurück. Ich lehnte meinen Kopf gegen die Wand und stiess einen ganz tiefen Seufzer, voller Selbstmitleid, aus. Plötzlich sah ich eine weitere Schublade. Der Titel hiess, „Leute, denen ich behilflich war.“  Der Griff war heller als der der anderen, neuer, fast unbenutzt Ich zog an dem Griff und eine kleine Schachtel - nicht grösser als 10 Zentimeter - fiel mir in die Hände. Ich konnte die Karten an einer Hand abzählen.
 Dann kamen die Tränen. Ich fing an zu weinen. Ich schluchzte so tief, dass mein Bauch schmerzte und mich zittern liess. Ich fiel auf meine Knie und weinte. Ich weinte aus Scham über all die Dinge, dich ich im Leben tat. Die Reihen von Schubladen verschwommen in meinem, von Tränen gefüllten Augen. „Niemand darf je von diesem Raum je wissen. Ich muss ihn abschliessen und die Schlüssel verstecken.“

 Dann als ich die Tränen abwischte, erblickte   ich ihn. „Nein -- bitte nicht er - bitte nicht hier! Jeder ander, aber nicht Jesus!“ Ich schaute hilflos zu, als er begann, die Schubladen zu öffnen und die Karten zu lesen. Ich konnte seine Reaktion nicht mit ansehen. Und als ich mich dazu bringen konnte, ihm ins Gesicht zu sehen, sah ich seine Trauer tiefer als meinen eigene. Es schien, als ginge er intuitiv zu den schlechtesten Schubladen „Warum musste er jede einzelne lesen?

 Schlussendlich drehte sich Christus am anderen Ende des Raumes um und wandte sich zu mir. Voller Mitleid schaute er mich mit seinen Augen an. Ich senkte meinen Kopf, verbarg mein Gesicht in meinen Händen und begann wieder zu weinen. Er kam zu mir und legte seinen Arm um mich. Er hätte so viel sagen können Er sagte aber nichts. Er weinten. einfach mit mir.

 Dann stand er auf und ging zurück an die Wand mit den Schubladen. Er begann an der einen Seite der Wand bis zur anderen, jede Schublade herauszunehmen und auf jede einzelne Karte seinen Name über meinen zu schreiben. „Nein“, schrie ich und rannte zu ihm. Alles, was ich sagen konnte, war „Nein, nein“, als ich ihm die Karte wegnahm. Sein Name sollte nicht darauf stehen. Doch schon zu späht - da war es - geschrieben in rot, so tief, so dunkel so lebendig. Der Name Jesu verbarg meinen. Es war mit seinem Blut geschrieben.
Er nahm die Karte wieder sanft zurück. Er lächelte traurig und begann, die Karten zu unterschreiben. Ich werde nie verstehen, wie er das so schnell tun konnte, aber im nächsten Augenblick schloss er die letzte Schublade und kam zu mir zurück. Er legte seine Hand auf meine Schulter und sagte: „Es ist vollendet.“

 Ich stand auf und er führte mich aus dem Raum hinaus. Es gab kein Schloss an der Tür. Und ich wusste, dass es immer noch viele weisse Karten gibt, die beschriftet werden können.

 (Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Der Einfluss des Meisters Hand

Es war eine verbeulte und zerkratzte Violine und der Aktionär dachte, dass es sich nicht lohnen würde, diese an der Auktion zu versteigern. Er hielt sie mit einem Lächeln in die Höhe und sagte: „Was für ein Angebot, wer wird für diese Violine etwas bieten? Einen Franken - einen Franken, nun wer macht zwei daraus? Zwei Franken – wer macht drei – drei Franken zum Ersten, drei Franken zum Zweiten, wer bietet drei....“

Doch nein, von ganz hinten im Raum kam ein alter, grauhaariger Mann nach vorne und nahm den staubigen Bogen der Violine in die Hand. Er spannte die Seiten und spielte eine reine und schöne Melodie – so rein, wie ein Engel singt.

Die Musik verstummte und der Aktionär sagte mit einer leisen und dumpfen stimme: „Was ist nun das Angebot für diese alte Violine?“ als er sie mit dem Bogen in die Höhe streckte. „Ein Tausend Franken – wer macht zwei? Zwei Tausend – wer macht drei Tausend? Drei Tausend Franken zum Ersten, drei Tausend zum Zweiten, und drei Tausend zum Dritten – und vergeben...“ 

Die Leute jubelten ihm zu, aber ein paar von ihnen riefen: „Wir verstehen das überhaupt nicht. Was änderte diesen Wert?“ Die Antwort kam schnell: „Der Einfluss durch die Meisters Hand!“ 

Es gibt viele Leben die vom Weg abgekommen sind, sie irren herum und es scheint, als ihr Leben wertlos geworden ist – genau wie die alte Violine von der Auktion. Eine kalte Suppe, ein Glas Wein, ein Drink und dann gibt er auf. Er geht einmal, er geht zweimal und dann ist er schon fast verschwunden. Doch der Meister kommt und die Gedankenlose Menge werden es nie verstehen. Der Wert einer Seele – oder die Änderung welche durch den Einfluss des Meisters Hand zustande gebracht wird.

 (Myra Brooks Welch)
Zurück nach oben

 

Das Gebäude ist am brennen

Während eines ökonomischen Versammlung, rannte jemand hinein und rief:

"Das Gebäude ist am brennen"

 Die Methodisten streckten ihre Hände empor und riefen mit Schrecken: "Das kreuzt unsere Pläne"
Die Baptisten riefen: "Wo ist das Wasser?"
Die Presbyterianer wählten einen Vorsitzenden, welcher sich das Geschehen anschaute.
Die Christlichen Wissenschaftler stimmten überein, dass dort gar kein Feuer war.
Einige Fundamentalisten riefen: "Das ist eine Strafe von Gott!"
Die Lutheraner hängten nach einer Diskussion eine Notiz vor die Tür mit der Aufschrift: "Das Feuer war Böse!"
Die Quäkers priesen schnell Gott für all die Segnungen, die ihnen das Feuer gebracht hat.
Eine Juden, die das beobachteten, gingen herum und markierten alle Türen mit Symbolen mit der Hoffnung, dass das Feuer harmlos an ihnen vorüber gehen würde.
Die Katholiken eröffneten schnell eine Kollekte für einen Hausfond.
Die versammelten Gesellschafter riefen: "Jedermann für sich selber!"
Die Bischöfe traten zurück und marschierten stolz aus dem Haus
Die Zeugen Jehovas gingen von Tür zu Tür und erzählten allen vom Feuer.

Die Mormonen waren zu späht und verpassten das Feuer!!!

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

17 Punkte für die wahre Kirche

 

Das Zeugnis von Floyd Weston.

 

Biografie Albert Einstein

Einstein / Quotes

Floyd Weston war einer von fünf Studenten, die ausserhalb eines Vorlesungssaals standen, als Albert Einstein zum Lehrkörper der "California Institutes of Technology" referierte. Sie hörten fast drei Stunden lang mit und waren an der letzten Aussagen von Dr. Einstein, die er zu seiner Gruppe sprach, am interessiertesten. Er sagte: "Herren, um so mehr ich in die Tiefen des Universums forsche, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass ein Gott oder eine Kraft oder ein Einfluss, alles für unsere Entdeckung organisiert."

 

Einer dieser fünf Studenten war ein Genie, namens John Vincent Dunbar. Er besass ein extrem hoher I.Q. und ein fotografisches Gedächtnis. Er konnte eine Seite der Bibel kurz betrachten, das Buch schliessen und die Seite wortwörtlich wiedergeben. So gingen also die Jungs zu Dunbar’s Schlafzimmer, nahmen die Bibel und er las ihnen aus Epheser vor, wo es heisst, dass es einen Gott gibt, ein Glaube und eine Taufe. Sie entschieden sich, dass wenn die letzte Aussagen von Dr. Einstein wahr sei, eine der über 800 Kirchen auf dieser Erde die Kirche von Gott sein müsste.

 

Dunbar, das Genie in ihre Wohnung, holte eine Wandtafel auf Fussrollen ins Zimmer und ging Seite für Seite durch das neue Testament, um alle Qualitäten einer Kirche Gottes heraus zu finden, die in der Bibel vorhanden sind. Ihre Forschung dauerte 8 Wochen. Danach gingen sie nochmals über die erforschten Dinge und behielten 17 dieser Punkte. Diese schrieben sie dann auf kleine Kärtchen. Jeder der fünf erhielt alle Punkt auf einem Kärtchen.

 

Bevor sich diese fünf aufteilten, untersuchten sie ihre eigenen Kirchen auf die 17 Punkte auf jedes Detail. Weston merkte sofort, dass seine Kirche den Anforderungen nicht gerecht werden konnte Dunbar’s Kirche ebenfalls

 

Aufgrund des Krieges, wurden die jungen Forscher in verschiedene Gebiete eingeteilt, so dass sie ihre Anstrengungen in dieser Sache verschieben mussten. Glassy wurde über Nordafrika abgeschossen und kehrte daher nie wieder zurück. Weston kam in seinem Dienst mit 8 oder 10 HLT-Jungs in Berührung, die ihn zu ihrer Kirche mitnahmen, die alle 17 Bedingungen erfüllte. Unter den Studenten gab es jedoch keinen Kontakt mehr, bis der Krieg vorüber war.

 

Nach dem Krieg ging Weston zu einer Pfahlkonferenz in Burbank, in Kalifornien. Als er dort quer über die Kappelle schaute, sah er seinen Freund Dunbar. Nachdem die Konferenz zu Ende war, begrüssten sie sich und freuten sich, einander zu sehen. Weston meinte zu Dunbar: "Dunbar, was tust du hier?", Dunbar antwortete: "Ich fand die Kirche, die alle 17 Bedingungen erfüllte, ich habe mich den Mormonen angeschlossen – oder mit der offiziellen Bezeichnung – ich habe mich der "Kirche Jesu Christi, der Heiligen der Letzten Tage", angeschlossen; und was tust du hier? Weston antwortete. " Ich habe auch die Kirche gefunden, die alle 17 Bedingungen erfüllte, ich habe mich auch den Mormonen angeschlossen ", Nach dieser glücklichen Wiedervereinigung, entschieden sie sich, Stockhocker und Williams zu finden, und fanden dabei heraus, dass auch diese zwei, sich der selben Kirche anschlossen, da sie die 17 Punkte erfüllte.

 

Die 17 Punkte zur zutreffenden Kirche – erfüllt sie den Test?

 

1

 Christus organisierte die Kirche. (Epheser 4:11-14)

2

Die wahre Kirche muss den Namen Christi haben (Epheser 5,23)

3

Die wahre Kirche muss auf der Grundlage von Propheten und Apostel aufgebaut sein. (Epheser 2-19-20)

4

Die wahre Kirche muss die gleiche Organisation wie die Kirche Christi haben. (Epheser 4-11-14)

5

Die wahre Kirche muss die göttliche Autorität haben. (Hebräer 5:4-10)

6

Die wahre Kirche darf keine bezahlten Priester haben. (Jesaiah 45:13, 1 Peter 5:2)

7

Die wahre Kirche muss durch Untertauchen taufen (Matthäus 3:13-16)

8

Die wahre Kirche muss die Gabe des Heiligen Geistes durch Händeauflegen spenden. (Apostelgeschichte 8:14)

9

Die wahre Kirche muss die Gabe der göttlichen Heilung ausüben. (Markierung 3:14-15)

10

Die wahre Kirche muss die Lehre haben, dass Gott Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist drei separate Personen sind. (Johannes 17:11 Johannes 20:1)

11

Die wahre Kirche muss lehren, da Gott und Jesus Körper aus Fleisch und Knochen haben. (Luke 24-36-39; Apostelgeschichte 1:9-11)

12

   Die amtierenden Geistlichen müssen vom Gott benannt werden (Hebräer 5:4; Exodus 40:13-16; Exodus 25-1)

13

Die wahre Kirche erhält Offenbarung von Gott (Amos 3-,7)

14

Die wahre Kirche ist eine Kirche von Missionsarbeit. (Matthäus 28:19-20)

15

Die wahre Kirche muss wiederhergestellt sein. (Apostelgeschichte 3:19-20)

16

 Die wahre Kirche muss die Taufe für die Toten ausüben (1 Korinther 15:16; 29)

17

"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen", (Matthäus 7-20)

 

Warum sind diese Dinge wichtig? Hebräer 13:8

 (Autor unbekannt)
Zurück nach oben

 

Das Gebet

 

Lieber Vater im Himmel.
Ja!
Unterbrich mich nicht, ich bete gerade.
      Du hast mich gerufen. Du hast gesagt: „Lieber Vater im Himmel“ –hier bin ich, was möchtest du?
Aber ich habe nichts damit gemeint. Ich war gerade dabei, ins Bett zu gehen. Weisst Du, ich bete immer; es macht mir Spass, meine Pflichten zu erfüllen.
      Naja, dann mach mal weiter.
Ich danke dir für die vielen Segnungen, die Du mir gegeben hast.
      Stop, wie dankbar bist du wirklich?
Was meinst Du damit?
      Wie dankbar bis du für deine Segnungen?
Na.... ich weiss es nicht. Wie sollte ich das wissen? Es ist einfach ein Teil meines Gebets. Man hat mir gesagt, dass ich meine Dankbarkeit äussern soll.
        Dann mach bitte weiter.
Weitermachen?
        Mit deinem Gebet.
Also... segne die Armen, die Kranken und Bedürftigen.
        Meinst du das ehrlich?
Sicher!
      Was machst du denn dafür?
Wer, ich? Nichts! Meiner Meinung nach solltest Du die Kontrolle über die Dinge hier auf der Erde haben, so wie Du es im Himmel hast, damit die Menschen nicht so viel leiden müssen.
      Habe ich Kontrolle über dich?
Nun, ich gehe zur Kirche, zahle den Zehnten und sündige nicht.
        Das habe ich dich nicht gefragt. Was ist mit deinem Temperament? Das ist ein Problem, und deine Familie und  deine Freunde leiden darunter. Und was ist damit, wie du dein Geld ausgibst? Alles verbrauchst du nur für dich. Und wie steht es mit den Büchern, die du liest?
Lass mich in Ruhe! Ich bin genauso gut wie einige andere, die jeden Sonntag in die Kirche kommen.
        Entschuldigung, ich dachte, du hättest für die Bedürftigen gebetet. Wenn ich ihnen helfen soll, brauche ich die Hilfe derjenigen, die dafür beten, so wie du.
Schon gut. Wahrscheinlich habe ich doch ein paar Probleme, für die ich beten könnte.
        Nun ja, du hast mich gerufen, und hier bin ich. Bete weiter, ich interessiere mich für den nächsten Teil.
Ich möchte nicht mehr...
        Wieso nicht?
Weil ich weiss, was Du sagen wirst.
        Bete weiter, dann wirst du es schon sehen.
Bitte vergib mir alle meine Sünden, und hilf mir, anderen Leuten zu vergeben..
        Und was ist mit Bill?
Ich wusste das Du das sagen würdest!!! Hör mal zu Vater: Er hat Lügen über mich erzählt, und ich habe meine Arbeitsstelle verloren. Jeder in dem Büro denkt, ich sei ein echter Versager, und ich kann nicht einmal etwas dafür. Ich werde mich an ihm rächen!
        Und was ist mit deinem Gebet?
Ich hab’s nicht gemacht.
        Wenigstens bist du ehrlich. Es scheint, als ob du diese Bürde gerne trägst, nicht wahr?
Nein, aber ich werde mich besser fühlen, wenn ich mich an ihm gerächt habe.
        Weist du was?
Was denn?
        Du wirst dich nicht besser fühlen, sondern schlechter. Hör zu, wenn du Bill vergibst, werde ich dir vergeben.
Aber Vater, ich kann Bill nicht vergeben.
        Dann kann ich dir auch nicht vergeben.
Auf gar keinen Fall?
        Auf keinen Fall!
Naja, schon gut... Bitte hilf mir, meine Gefühle zu beherrschen und den Versuchungen zu widerstehen.
        Gut, ich werde das tun, aber du sollst aufhören, dich solchen Situationen auszusetzen, in denen es zu Versuchungen kommen kann.
Was meinst Du damit?
        Hör auf, diese Magazine zu lesen, und solche Filme anzusehen. Das wird dich früher oder später negativ beeinflussen. Bald wirst du dich in einer schlimmen Situation wieder finden - und benutze mich nicht länger als Notausgang.
Notausgang? Das verstehe ich überhaupt nicht.
        Ja, das hast du schon oft getan! Du befindest dich in Not, dann rennst du zu mir und sagst: „Vater, hilf mir... – und ich verspreche, dass ich es niemals wieder tun werde...“ Es ist erstaunlich, wie sich Qualität und Stärke deines Gebets verbessern, wenn du in Not bist. Erinnerst du dich an diese Versprechen, die du mir gemacht hast?
Ich weiss nicht. Ach ja, als Mutters Freundinnen mich sahen, als ich aus dem Kino kam, mit dem Film über... du meine Güte!
        Erinnerst du dich an dein Gebet? „Vater, lass sie nicht meiner Mutter erzählen, wo ich war, ich verspreche , dass ich nur noch Disney Filme anschaue... „ und so weiter. Sie hat nichts erzählt, aber Du hast deinen Teil nicht eingehalten, oder?
Nein, Vater, Du hast recht, es tut mir leid.
        Mir auch. Bete weiter.
Warte mal. Hörst du eigentlich immer meine Gebete?
        Jedes mal – jedes Wort!
Wieso hast Du dann nicht schon früher zu mir geredet?
        Wieviele Chancen hast du mir gegeben? Du schläfst sofort nach deinem Gebet ein. Wie könnte ich dir Antwort geben?
Du hättest es schon tun können, wenn du gewollt hättest!
        Nein, ich hätte gekonnt, wenn du es gewollt hättest. Ich will immer, mein Kind.
Vater es tut mir leid – kannst Du mir vergeben?
        Ich habe dir schon vergeben. Danke, dass ich mit dir reden konnte. Ich vermisse es, mit dir zu sprechen. Gute Nacht, ich liebe dich.
Gute Nacht, ich liebe Dich auch!

(Autor unbekannt)

Zurück nach oben

 

Die Brücke

Es Gab einmal eine grosse Drehbrücke, die einen grossen Fluss Überspannte. Die längste Zeit des Tages war die Brücke parallel zu den Ufern gedreht, so dass die Schiffe an der Brücke vorbeifahren konnten. Aber immer zu bestimmten Zeiten kam ein Zug. Dann musste die Brücke um 90 Grad gedreht werden, damit der Zug den Fluss Überqueren konnte.

Der Brückenenwärter sass in einem kleinere Haus auf der einen Seite des Flusses, von wo aus er die Brücke bediente und sie dann einrasten liess, wenn der Zug hinüberfuhr. Eines Abends, als der Brückenwärter auf den letzten Zug des Tages wartete, sah er in der Dämmerung durch das Halbdunkel die Lichter des Zuges näher kommen. Er ging zum Schaltpult um die Brücke zu drehen. Aber zu seinem Entsetzen stellte er fest, dass die Brücke nicht einrastete. Wenn die Brücke nicht sicher eingerastet ist, würde sie an den Enden hin und her pendeln, dann würde der Zug aus dem Gleis springen und in den Fluss stürzen. Dies würde ein Zug mit vielen Fahrgästen sein. Er liess die Brücke so wie sie war und rannte über die Brücke zum anderen Ufer. Dort gab es einen Hebel, mit dem er die Brücke per Hand einrasten lassen konnte. Er musste die ganze Zeit den Hebel zurückziehen, während der Zug vorbeifuhr. Er hörte das Donnern des Zuges und hielt den Hebel fest, indem er sich zurücklehnte, um so mit seinem ganzen Gewicht die Brücke still zu haltet. Er zog mit aller Kraft, damit sie sich ganz sicher nicht bewegte. Viele Leben hingen von der Kraft dieses einen Mannes ab.

Plötzlich hörte er aus der Richtung seines Hauses eine Stimme über die Brücke rufen, die sein Blut gefrieren liess: "Vati, Vati wo bist Du?" Sein vierjähriger Sohn kam über die Brücke gelaufen, um nach ihm zu suchen. Seine erste Reaktion war, dem Kind zuzurufen: "Lauf, lauf!" Aber der Zug war schon zu nahe, die kurzen Beine würden nie die Brücke in der kurzen Zeit überqueren können. Fast wäre der Mann vom Hebel weggelaufen, um seinen Sohn zu packen und ihn in Sicherheit zu bringen, aber er erkannte, dass er nicht mehr rechtzeitig zurückkommen könnte. Entweder mussten die Menschen im Zug - oder aber sein kleiner Sohn sterben.

Er brauchte nur einen Augenblick für seine Entscheidung. Der Zug fuhr schnell und sicher seinen Weg und niemand darin sah den kleinen gebrochenen Körper, der durch den eilenden Zug unbarmherzig in den Fluss geworfen wurde. Niemand hat sie gesehen, die Gestalt eines schluchzenden Mannes, der noch immer den Hebel festhielt, lange nachdem der Zug vorbeigefahren war. Sie sahen ihn nicht nach Hause gehen, langsamer als er je gegangen ist, um seiner Frau zu erzählen, wie er ihren Sohn geopfert hatte.

Wenn sie die Gefühle verstehen können, die diesem Mann durchs Herz gingen, dann können sie anfangen die Gefühle unseres Vaters im Himmel zu verstehen, die er hatte, als er seinen Sohn opferte, um die Kluft zwischen uns und dem ewigen Leben zu überbrücken.

Und wie fühlt er sich, wenn wir durch unser Leben eilen ohne einen Gedanken dafür zu haben, was für uns durch Jesus Christus getan wurde?

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Der alte Fischer

"Unser Haus stand direkt gegenüber dem Eingang des John Hopkins Hospital in Baltimore. Wir wohnten unten und vermieteten die Zimmer oben an ambulante Patienten der Klinik. Als ich an einem Sommerabend gerade das Abendessen vorbreitete, klopfte es an der Tür. Ich machte auf, und vor mir stand ein wirklich schrecklich aussehender, alter Mann. 

„Er ist ja kaum grösser als mein Achtjähriger“, dachte ich, während ich den gebeugten, eingeschrumpften Mann anstarrte. Am abschreckendsten aber war das Gesicht - es war durch eine Schwellung verzogen, rot und wund. Seine Stimme dagegen klang angenehm. Er sagte: "Guten Abend! Ich möchte fragen, ob Sie vielleicht ein Zimmer für eine Nacht frei haben? Ich bin heute morgen von der Ostküste zur Behandlung hergekommen und es fährt erst morgen früh wieder ein Bus."

Er erzählte mir, dass er schon seit Mittag auf Zimmersuche war, jedoch ohne Erfolg. "Es liegt wohl an meinem Gesicht. Ich weiss es sieht schrecklich aus, aber mein Arzt meint, noch ein paar Behandlungen...“
Ich zögerte einen Augenblick. aber seine nächsten Worte stimmten mich um. "Ich könnte auch im Schaukelstuhl hier auf der Veranda schlafen. Mein Bus fährt früh am Morgen ab." 

Ich sagte ihm, wir würden wohl ein Bett für Ihn finden, er sollte sich so lange auf der Veranda ausruhen. Dann ging ich hinein und machte mit den Vorbereitungen des Abendessens weiter. Als wir soweit waren fragte ich den alten Mann, ob er mit uns essen wolle. Er hielt jedoch eine braune Tüte hoch und sagt dabei: "Nein danke, ich habe reichlich" 

Als ich mit dem Geschirr fertig war, ging ich erneut zur Veranda hinaus, um mich mit ihm zu unterhalten, Da merkte ich bald, dass dieser alte Mann in seinem kleinen Körper ein überdimensionales Herz hatte Er sagte mir, dass er fischen müsse, um für den Lebensunterhalt seiner Tochter, ihres Mannes und deren fünf Kinder sorgen. Der Mann seiner Tochter wurde bei einem Autounfall hoffnungslos verkrüppelt.
Er erzählte das nicht, um sich zu beklage, denn jeder zweite Satz begann mit einem Dankeswort an Gott für irgendeine Segnung. Er war dankbar, dass seine Krankheit nicht mit Schmerzen verbunden war; es handelte sich offensichtlich um eine Art von Hautkrebs. Er dankte Gott für die Kraft, weiterzumachen. 

Zum Schlafen stellten wir ihm im Kinderzimmer ein Campingbett auf.. Als ich morgens aufstand, war die Bettwäsche schon sauber und ordentlich zusammengefaltet, und der kleine, alte Mann sass auf der Veranda. Er wollte kein Frühstück fragte aber bevor er zum Bus ging zögernd, als gehe es um einen grossen Gefallen: "Könnte ich wohl das nächste Mal, wenn ich zur Behandlung komme, wieder bei ihnen übernachten? Ich mache ihnen gar keine Umstände - ich kann auch gut in einem Stuhl schlafen". Er schwieg kurz und sagte noch, "ihre Kinder haben mir das Gefühl gegeben, ich sei zu Hause. Erwachsene stören sich an meinem Gesicht, aber Kindern macht es wohl nicht aus" Ich sagte ihm, er dürfe gerne wiederkommen.

Das nächste Mal kam er kurz nach sieben in der Früh an. Als Gastgeschenk brachte er uns einen grossen Fisch und ein Glas mit den grössten Austern mit, die ich je gesehen hatte. Er sagte uns, er habe sie früh morgens aus der Schale genommen, damit sie noch schön frisch seien. Ich wusste, dass sein Bus schon um vier Uhr abgefahren war und fragte mich, wann. er wohl aufgestanden war.

In all den Jahren, in denen er bei uns übernachtete, brachte er jedes Mal Fisch, Austern oder Gemüse aus seinem Garten mit. Manchmal schickte er uns auch etwas mit der Post, immer als Sondersendung. Fisch und Austern in einem Paket mit frischem, jungen Spinat oder Kohl, jedes Blatt sorgfältig gewaschen Da wir wussten, dass er drei Kilometer zu Fuss gehen musste, um dieses Päckchen zur Post zu bringen, und dass er wenig Geld hatte, waren sie doppelt so kostbar. 

Wenn wir diese kleinen Aufmerksamkeiten erhielten, dachte ich oft daran was unsere Nachbarin am ersten Morgen gesagt hatte, nachdem er abgefahren war. "Haben Sie gestern Abend diesen schrecklich aussehenden Mann bei sich aufgenommen? Ich habe ihn weggeschickt. Wenn man solche Leute aufnimmt, kann man andere Gäste verlieren." 

Vielleicht war das auch ein - oder zweimal so. Wenn die Gäste ihn aber hätten kennen lernen können, wäre ihre Krankheit vielleicht nicht so schwer zu ertragen gewesen. Ich weiss, dass unsere Familie immer dankbar sein wird, dass wir ihn gekannt haben. Vom ihm haben wir gelernt was es heisst, das Schlimme ohne Murren und das Gute mit Dankbarkeit gegenüber Gott anzunehmen. 

Vor kurzem habe ich eine Freundin besucht, die ein Gewächshaus hat. Als sie mir ihre Blumen zeigte, kamen wir zu der Schönsten von allen - einer goldenen Chrysantheme, die voller Blüten stand. Zu meiner grossen Überraschung wuchs sie in einem alten, verbeulten und rostigen Eimer. Ich dachte mir: "Wenn das meine Blume wäre, würde ich sie in den schönsten Behälter setzen, den ich habe". Meine Freundin änderte aber meine Meinung. "Ich hatte keine Topfe mehr", erklärte sie, „und weil ich wusste wie schön diese Blume werden würde, habe ich mir gedacht, es würde ihr sicher nichts ausmachen, in diesem alten Eimer zu wachsen. Es ist ja nur für kurze Zeit, bis ich sie in den Garten pf1anzen kann.“

Sie hat sicher gestaunt, dass ich so herzlich lachen musste, aber ich stellte mir gerade eine solche Szene im Himmel vor: "Das ist ein besonders schöner Geist", mag Gott gesagt haben, als er zu der Seele des Fischers kam. "Ihm wird es nichts ausmachen, wenn er in diesem kleinen Körper anfangen muss“

Doch das ist jetzt schon lange Vergangenheit, und wie gross muss dieses herrliche Seele in Gottes Garten sein!

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Er nahm meine Prügel auf sich

Vor Jahren gab es in den Bergen Virginias eine Jungsklasse, mit der kein Lehrer fertig werden konnte. Die Knaben waren so frech, dass alle Lehrer aufgaben. Trotzdem bewarb sich ein junger, unerfahrener Lehrer. Der alte Schuldirektor musterte ihn von oben bis unten und fragte dann: „Junger Mann, wissen Sie für was sie sich eigentlich bewerben? Dies ist eine widerspenstige, unbelehrbare Schulklasse. Jeder Lehrer, den wir dort oben hatten, gab ganz einfach in völliger Überforderung auf.“ Der junge Lehrer aber antwortete ruhig: „Ich werde es riskieren - lassen Sie es mich versuchen.“

Als er in der kleinen Schule erschien, um in seiner Aufgabe nachgehen, flüsterte ein grosser Kerl, namens Russell, laut: „Ich werde keine Hilfe brauchen. Ich kann ihn alleine erledigen.“ Der Lehrer begrüsste die Jungs: „Guten Morgen, wir sind gekommen, um Schule zu haben.“ Die Schüler schrieen mit aller Kraft ein sarkastisches: „Guten Morgen!“ zurück. „Nun, ich will eine gute Schule“, fuhr der Lehrer fort, „aber ich gestehe, dass ich nicht weiss wie, ausser ihr helft mir dabei. Ich stelle mir vor, dass wir ein paar Regeln aufstellen. Ihr sagt mir welche und ich schreibe sie auf die Wandtafel.“ Ein Junge schrie: „Kein Stehlen!“ Ein anderer fügte hinzu: „Rechtzeitig sein!“ Schliesslich standen zehn solche Regeln an der Tafel. „Nun“, sagte der Lehrer, „ein Gesetz bringt nichts, ausser man verhängt eine Strafe dazu. Was sollen wir mit dem tun, der die Regeln bricht?“ „Zehn Schläge auf den Rücken mit ausgezogener Jacke!“ riefen die Schüler. „Das ist eine sehr ernsthafte Bestrafung, Jungs. Seid ihr auch bereit dazu zu stehen?“ Ein bestätigender Schrei erreichte den Lehrer. „Also gut“, sagte der Lehrer, „dann kehrt Ordnung in der Schule ein.“

Nach ein paar Tagen stellte „Big Russel“ fest, dass sein Essen aus seiner Jackentasche gestohlen wurde. Nach einigen Nachforschungen wurde der Dieb ausfindig gemacht: ein kleiner hungriger Junge; etwa zehn Jahre alt. Am nächsten Morgen gab der Lehrer bekannt: „Wir haben den Dieb gefunden und er muss entsprechend euren Regeln bestraft werden: Zehn Schläge auf den Rücken. Jim, komm her.“

Der zitternde, kleine Junge kam mit seiner grossen Jacke, welche bis zum Hals zugeknöpft war, langsam nach vorne. Er flehte: „Lehrer, Sie können mich verprügeln so hart sie wollen, aber lassen sie mich bitte nicht meine Jacke ausziehen.“ „Du hast mitgeholfen die Regeln zu bestimmen“, erklärte der Lehrer, „zieh deine Jacke aus!“ „Bitte Lehrer, zwingen Sie mich nicht“, bettelte er. Das ernste Gesicht des Lehrers zeigte jedoch keine Nachsicht, also begann der Junge die Jacke aufzuknöpfen. Was musste der Lehrer dann feststellen? Unter der Jacke trug der arme Junge kein Hemd und nur Schnüre als Hosenträger über seinem kleinen knochigen Körper. „Wie kann ich diesen Knaben schlagen?“ dachte der Lehrer, „aber ich muss etwas tun, wenn ich den Respekt der Klasse behalten will.“ Alles war totenstille. „Warum bist du ohne ein Hemd zu Schule gekommen, Jim?“ fragt der Lehrer. „Mein Vater ist gestorben und wir haben nicht viel. Ich habe nur ein Hemd und Mutter wäscht es heute. Also zog ich die Jacke meines Bruders an, um mich zu wärmen.“

Seufzend und schweren Herzens ergriff der Lehrer zögernd die Rute. Gerade in dem Moment sprang „Big Russel“ auf und sagte: „Lehrer, wenn sie gestatten werde ich Jims Prügel auf mich nehmen.“ „Sicher doch, es gib ein bestimmtes Gesetz das besagt, dass jemand die Strafe eines anderen auf sich nehmen kann. Seid ihr alle einverstanden?“ Mit dem Einverständnis der Klasse zog Russel seine Jacke aus und nach fünf harten Schlägen brach die Rute entzwei. Der Lehrer senkte sein Haupt und dachte: „Wie kann ich diesen grausame Aufgabe zu Ende bringen?“ Im gleichen Moment hörte er die gesamte Klasse schluchzen und was sah er da? Der kleine Jim klammerte sich um Russells Hals und weinte:. „Russell, es tut mir wirklich leid... Russell, ich war so hungrig. Dafür, dass du meine Prügel auf dich genommen hast, werde ich dich immer lieben. Ja, ich werde dich für immer mögen!“

Der Lehrer nutzte diese Situation um den Schülern zu erklären, dass Christus für uns genau das selbe getan hat. Das Gesetz besagt, dass Christus stellvertretend für uns die Schläge der Sünden auf sich genommen hat. Es liegt aber an uns, ob wir aus unseren Fehlern lernen und Christus für seine Tat lieben.

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Die drei kleinen Bäume

Auf einer Bergspitze waren einmal drei kleine Bäumchen, welche davon träumten, was sie einmal werden wollten wenn sie ausgewachsen waren.

Der erste Baum schaute auf zu den Sternen, welche über ihm wie Diamanten blinkten. „Ich will einmal Schätze tragen," sagte er. "Ich will mit Gold bedeckt und mit kostbaren Steinen gefüllt werden. Ich werde die schönste Schatzkiste auf der ganzen Welt sein!"
Der zweite Baum schaute aus nach dem kleinen Bächlein, welches auf seinem Weg zum Ozean an ihm vorüber sprudelte. „Ich will ein starkes Segelschiff werden," sagte er. „Ich will über grosse Wasser reisen und mächtige Könige tragen. Ich werde das stärkste Schiff auf der ganzen Welt sein!"
Der dritte Baum schaute hinab ins Tal, wo beschäftigte Männer und Frauen in einer beschäftigten Stadt arbeiteten. „Ich will diese Bergspitze überhaupt nicht ver1assen," sagte er. "Ich will So hoch werden, dass wenn die Menschen stehen bleiben um mich anzuschauen, sie ihre Augen zum Himmel erheben und an Gott denken werden. Ich werde der höchste Baum auf der Welt sein!“

Jahre vergingen; der Regen fiel, die Sonne schien, und die kleinen Bäumchen wurden gross. Eines Tages erstiegen drei Holzfäller den Berg. Der erste Holzfäller schaute den ersten Baum an und sagte: .Dieser Baum ist schön. Er ist wie geschaffen für mich." Unter dem Stoss seiner glänzenden Axt fiel der erste Baum. "Jetzt werde ich zu einer schönen Truhe gefertigt“, dachte der erste Baum. "Ich werde wunderbare Schätze tragen."
Der zweite Holzfäller schaute den zweiten Baum an und sagte: „Dieser Baum ist stark. Er ist wie geschaffen für mich." Unter dem Stoss seiner Axt fiel der zweite Baum. "Jetzt werde ich mächtige Wasser besegeln“, dachte der zweite Baum. "Ich werde ein starkes Schiff für Könige sein!" 
Dem dritten Baum wurde angst und bange, als der letzte Holzfäller in seine Richtung sah. Er stand hoch aufgerichtet und gross und zeigte tapfer zum Himmel. Aber der Holzfäller schaute nicht einmal hinauf. "Jeder Baum ist mir gut genug," murmelte er. Unter dem Stoss seiner glänzenden Axt fiel der dritte Baum.

Der erste Baum jubelte, als der Holzfäller ihn in eine Schreinerei brachte, aber der beschäftigte Schreiner dachte nicht an Schatztruhen. Stattdessen formten die abgearbeiteten Hände den Baum zu einer Futterkiste für Tiere. Der einst so schöne Baum war nicht mit Gold bedeckt oder mit Schätzen gefüllt. Er war bedeckt mit Sägemehl und gefüllt mit Heu für hungrige Bauerhoftiere.
Der zweite Baum lächelte, als der Holzfäller ihn in eine Schiffswerkstatt brachte, aber an diesem Tag wurden keine mächtigen Segelschiffe angefertigt. Stattdessen wurde der einst so starke Baum zu einem einfachen Fischerboot gesägt und gezimmert. Zu klein und zu schwach um auf dem Ozean, oder einem Fluss zu segeln, und so wurde er zu einem kleinen See gebracht. Jeden Tag brachte er nun Ladungen von toten, stinkenden Fischen ein.
Der Dritte Baum war verwirrt, als der Holzfäller ihn zu starken Balken verarbeitete und diese auf einem Holzplatz lagerte. "Was ist geschehen?" wunderte sich der einst so hohe Baum. "Ich wollte immer auf dem Berg bleiben und zu Gott hinaufzeigen."

Viele Tage und Nächte vergingen. Die drei Bäume vergassen beinahe ihre Träume. Aber eines Nachts ergoss sich goldenes Sternenlicht über den ersten Baum, als eine junge Frau ihr neugeborenes Baby in die Futterkiste legte. "Ich wünschte, ich könnte eine Wiege für ihn machen," flüsterte der Ehemann. Die Mutter drückte seine Hand und lächelte, als das Sternenlicht auf das glatte und stämmige Holz schien. "Diese Krippe ist schön," sagte sie. Und plötzlich wusste der erste Baum. dass er den grössten Schatz auf der ganzen Welt trug.

Eines Abends drängte sich ein müder Reisender mit seinen Freunden in dem alten Fischerboot zusammen. Der Reisende fiel in Schlaf, als der zweite Baum ruhig in den See hinausfuhr. Bald kam ein gewaltiger Wirbelsturm auf. Der kleine Baum erschauderte. Erwusste, dass er nicht stark genug war, so viele Passagiere sicher durch den Wind und Regen zu tragen. Der müde Mann wachte auf. Er erhob sich, streckte seine Hand aus und sagte: "Schweig, sei still." Der Sturm legte sich so schnell wie er angefangen hatte. Und plötzlich wusste der zweite Baum, dass er den König von Himmel und Erde trug.

Eines Freitagmorgens wurde der dritte Baum aufgeschreckt, als seine Balken vom längst vergessenen Holzstapel herausgerissen wurden. Er schreckte zurück, als er durch eine zornige schreiende Menschenmenge getragen wurde. Er erschauerte, als die Soldaten die Hände eines Mannes an ihn nagelten. Er fühlte sich hässlich, rau und grausam.
Aber eines Sonntagmorgens, als sie Sonne aufging und die Erde mit Freude unter ihr erzitterte, wusste der dritte Baum, dass die Liebe Gottes alles verändert hatte. Sie hatte den ersten Baum schön gemacht. Sie hatte den zweiten Baum stark gemacht. Und jedes Mal, wenn die Menschen an den dritten Baum dachten, dann würden sie an Gott denken. Das war besser, als der höchste Baum auf der Erde zu sein.

(Eine traditionelle Volksage, nacherzählt von Elwell Hunt)
Zurück nach oben

Brief vom Vater im Himmel

Liebe Kinder.

Ich erinnere mich gut des Tages, als Ihr meine Seite verließet, um durch den Schleier zu gehen, um Eure Mission auf Erden zu erfüllen. Ich hatte eine Träne in meinem Auge zu jeder Zeit, wenn ich Euren Geist in einem Hauch von Liebe verschloss, um Euch zur Schule zu schicken. Seid versichert, dass meine Gedanken jetzt mit Euch sind, so wie immer! Ich liebe Euch von ganzem Herzen.

Ich kenne Euer Leben, das Gute und das Schlechte, Eure Sorgen, Eure Kümmernisse, Eure Frustrationen und Versuchungen und Eure großen Anstrengungen. Aber denkt immer daran, dass alles, was ich habe, Euer ist, wenn Ihr nur wieder nach Hause kommt! Kinder erkennt, dass jedes von Euch ein Stück Himmel erhalten hat, niemand ausgenommen, ich liebe Euch alle! 

Jeder von Euch hat einen kleinen Teil von mir in sich. Sucht ihn, entwickelt ihn, benutzt ihn und am wichtigsten, teilt ihn mit anderen! Wenn ihr mich wirklich liebt, dann helft Ihr anderen, sich selbst zu finden und führt sie alle zu mir! Zeigt Eure Liebe, indem ihr anderen dient. Kehrt um von euren Fehlern und demütigt Euch. Seid immer belehrbar und versucht immer, euch zu verbessern. Ich gab euch Schwächen, um Euch zu helfen demütig zu sein. Seid deshalb nicht böse auf mich! Ich tat es, weil ich Euch liebe. Seid voll Hoffnung, lasst nicht Mutlosigkeit aufkommen, ich werde kommen, wenn Ihr mich braucht! 

Seid Friedensstifter, denn es bricht mir das Herz, wenn ich so viele meiner Kinder kämpfend und streitend gegeneinander sehe. Wenn sie nur sehen könnten, was ich für sie gehofft, geplant und gewünscht habe. Mein Herz bricht, wenn ich sie beobachte! Aber Ihr, meine glaubenstreuen Kinder, seid meine Hoffnung. So geschieht durch Euch, dass mein Werk getan werden muss. Ich bitte Euch, zu beginnen. Erfüllt die Mission, die ich Euch gab, bevor Ihr mich verließet. Ich werde Euch helfen. Ich bin niemals zu beschäftigt oder zu weit weg, um zu Euch zu kommen. Ich bin näher bei Euch, als Ihr Euch denken mögt. 

Es gibt vieles, was ich Euch sagen möchte, aber Ihr seid nicht hier. Kommt oft zu mir im Gebet, ich liebe es, mit Euch, meine geliebten Kinder zu reden. Seid fleißig in meinem Werke und meine Königreiche werden Eure sein. Ich liebe es, Euch in meine Arme zu nehmen, aber auch ich muss geduldig warten, dass die Zeit kommen wird. Bis dahin überlasse ich Euch meinen Frieden, meiner Segnung, meiner Liebe und vergesst niemals, dass ich nah bei Euch bin, wenn Ihr mich braucht! Ich liebe Euch und vermisse Euch sehr. Oh wie freue ich mich darauf, wenn Ihr zu mir und zu Eurer Mutter zurückkehrt. 

All meine Liebe, Euer Himmlischer Vater.

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Die Kraft einer Mutter

Ein kleiner Junge fragte seine Mutter: "Warum weinst du?" "Weil ich eine Frau bin," erzählte sie ihm. "Das versteh ich nicht," sagte er. Seine Mama umarmte ihn nur und sagte: "Und das wirst du auch niemals."

Später fragte der kleine Junge seinen Vater: "Warum weint Mutter - scheinbar ohne einen Grund?" Alle Frauen weinen ohne Grund," war alles, was sein Vater sagen konnte. Der kleine Junge wuchs heran, wurde ein Mann und fragte sich immer noch, warum Frauen weinen. 

Endlich rief er den Vater im Himmel im Gebet an, und als der Vater im Himmel antwortete fragte er "Gott, warum weinen Frauen so leicht?" Der Vater im Himmel sagte: " Als ich die Frau machte, musste sie etwas Besonderes sein.

Ich machte ihre Schultern stark genug, um die Last der Welt zu tragen, doch sanft genug, um Trost zu spenden. Ich gab ihr eine innere Kraft, um sowohl Geburten zu ertragen, wie die Zurückweisungen, die sie von ihren Kindern erfährt. Ich gab ihr eine Härte, die ihr erlaubt weiterzumachen, wenn alle Anderen aufgeben und ihre Familie in Zeiten von Krankheit und Erschöpfung zu versorgen, ohne sich zu beklagen. 
Ich gab ihr Gefühlstiefe, mit der sie ihre Kinder immer und unter allen Umständen liebt, sogar wenn ihr Kind sie sehr schlimm verletzt hat.
Ich gab ihr Kraft, ihren Mann mit seinen Fehlern zu ertragen und machte sie aus seiner Rippe, damit sie sein Herz beschützt. Ich gab ihr Weisheit, damit sie weiß, dass ein guter Ehemann niemals seine Frau verletzt, aber manchmal ihre Stärke und ihre Entschlossenheit testet, unerschütterlich zu ihm zu stehen. 

Und zum Schluss gab ich ihr eine Träne zum Vergießen. Die ist ausschließlich für sie, damit sie davon Gebrauch macht, wann immer es nötig ist. Siehst du: Die Schönheit der Frau ist nicht in der Kleidung, die sie trägt, die Figur, die sie hat oder in der Art, wie sie die Haare trägt. Die Schönheit einer Frau muss in ihren Augen erkannt werden, weil sie das Tor zu ihrem Herzen sind- der Ort, an dem Liebe wohnt."

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

 

Die Macht der Entscheidung

Einstellung ist Alles
Eine der grössten Mächte des Universums ist die Macht der individuellen Entscheidung. Die mächtigsten Entscheidungen sind positive Entscheidungen – (Frederick Mann)

Die Macht im Leben ist Entscheidung – (Crai Q Green)

Jerry war jene Art von Kerl die man liebend gerne hassen würde. Er war immer guter Laune und hatte immer was Positives zu sagen. Wenn jemand ihn fragte, wie es ihm ginge, so würde er antworten, "Wenn es mir noch besser ginge, wäre ich Zwillinge!"

Dass er ein einzigartiger Manager war, zeigte sich daran, dass ihm mehrere Kellner von Restaurant zu Restaurant nachfolgten. Der Grund warum die Kellner Jerry nachfolgten, war wegen seiner Einstellung. Er war ein natürlicher Motivator. Wenn ein Angestellter einen schlechten Tag hatte, half ihm Jerry, die positive Seite seiner Situation zu sehen.

Dies mit anzusehen machte mich wirklich neugierig und eines Tages ging ich zu Jerry und fragte ihn, "Ich verstehe es nicht! Du kannst doch nicht die ganze Zeit positiv denken. Wie machst du das? Jerry antwortete, "Jeden Morgen wache ich auf und sage zu mir selbst, Jerry, du hast zwei Möglichkeiten zur Auswahl, heute. Du kannst wählen, in einer guten Stimmung zu sein, oder in einer schlechten. Ich wähle in einer guten Stimmung zu sein. Immer, wenn etwas Schlechtes passiert, kann ich wählen, ein Opfer zu sein, oder etwas daraus zu lernen.

Ich wähle daraus zu lernen. Immer wenn jemand zu mir kommt, um zu klagen, kann ich wählen deren Klage zu akzeptieren oder ich kann die positive Seite des Lebens herausstreichen. Ich wähle die positive Seite des Lebens.

"Ja, richtig, aber es ist nicht so leicht", protestierte ich.

"Doch es ist", antwortete Jerry. "Beim Leben geht es nur um Entscheidungen. Wenn du allen Abfall wegschneidest, ist jede Situation eine Entscheidungsmöglichkeit. Du wählst, wie du auf Situationen reagierst. Du entscheidest, wie andere Personen deine Stimmung beeinflussen. Du entscheidest in einer guten oder schlechten Stimmung zu sein. Die Quintessenz: Es ist deine Wahl, wie du dein Leben lebst.

Ich sann darüber nach, was Jerry gesagt hatte. Bald darauf verliess ich die Restaurant Industrie um mein eigenes Geschäft zu beginnen. Wir verloren den Kontakt obwohl ich oft über ihn nachdachte, wenn ich über das Leben Entscheidungen traf, anstatt darauf zu reagieren.

Einige Jahre später hörte ich, dass Jerry etwas tat, was man im Restaurant Business nie tun soll: eines Morgens liess er die Hintertür offen, wurde von drei bewaffneten Räubern überfallen und mit einer Waffe bedroht.

Als er im Begriff war, den Safe zu öffnen, glitt seine vor Nervosität zitternde Hand von der Kombination ab. Die Räuber gerieten in Panik und schossen auf ihn. Glücklicherweise wurde Jerry relativ bald gefunden und schnell in das lokale Unfallkrankenhaus gebracht.

Nach einer 18 - stündigen Operation und Wochen intensiver Pflege entliess man Jerry aus dem Krankenhaus. Es befanden sich immer noch Kugelfragmente in seinem Körper. Ich sah Jerry ungefähr sechs Monate nach seinem Unfall. Als ich ihn fragte, wie es ihm den ginge, antwortete er "Wenn es mir noch besser ginge, wäre ich Zwillinge! Willst du meine Wunden sehen?"

Ich lehnte es ab, seine Wunden zu sehen, aber fragte ihn, was durch seinen Kopf gegangen war, als der Überfall stattfand. "Das Erste, was durch meinen Kopf ging, war, dass ich meine Hintertür hätte abschliessen sollen. Dann, als ich am Boden lag, kam mir in den Sinn, dass ich zwei Möglichkeiten zur Auswahl hätte: Ich konnte wählen zu leben, oder zu sterben. Ich wählte zu leben.

"Warst du nicht erschrocken? Hast du das Bewusstsein verloren?" fragte ich.

Jerry fuhr fort, "Die Sanitäter waren grossartig. Die hörten nicht auf mir zu sagen, dass es mir wieder gut gehen wird. Aber als sie mich in die Notfallaufnahme schoben und ich all die Ausdrücke auf den Gesichtern der Ärzte und Krankenschwestern sah, erschrak ich wirklich sehr. In deren Augen las ich: ,Er ist ein toter Mann' Ich wusste, nun musste ich reagieren."

"Was hast du getan?" fragte ich. "Nun ja, da war diese grosse, stämmige Krankenschwester die fortwährend Fragen auf mich losfeuerte", sagte Jerry. "Sie fragte, ob ich auf irgendetwas allergisch sei. "Ja", sagte ich.

Alle Ärzte und Krankenschwestern hörten auf zu arbeiten, weil sie auf meine Antwort warteten... Ich holte tief Luft und schrie "Kugeln!" Ober ihr Lachen hinweg habe ich ihnen erklärt, "Ich habe mich entschieden zu leben. Operiert mich, wie wenn ich leben würde und nicht als Toter."

Jerry lebte dank der Fähigkeiten der Ärzte, aber auch wegen seiner erstaunlichen Einstellung. Von ihr habe ich gelernt, dass wir jeden Tag die Möglichkeit haben, dass Leben voll zu leben.

(Francie Baltazar-Schwartz)
Zurück nach oben

 

Die 3 Siebe

Zu Sokrates kam einmal ein Mann und sagte: „Du, höre, ich muss dir etwas Wichtiges über deinen Freund erzählen!“
„Warte ein bisschen!“ unterbrach ihn der Weise, „hast du schon das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgehen lassen?“
„Welche drei Siebe?“
„So höre gut zu: Das erste ist das Sieb der Wahrheit! Bist du überzeugt, ob alles, was du mir sagen willst, auch wahr ist?“
„Das nicht! Ich habe es nur von anderen gehört!“
„Aber dann hast du es doch wohl durch das zweite Sieb gesiebt? Es ist das Sieb der Güte!“ Der Mann errötete und antworte: „Ich muss gestehen: Nein!“
„Und hast du an das dritte Sieb gedacht und dich gefragt, ob es nützlich sei, mir das von meinem Freund zu erzählen?“ „Nützlich? Eigentlich nicht!“
„Siehst du“, erwiderte Sokrates, „wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut, noch nützlich ist, dann behalte es lieber für dich!“

(Autor unbekannt)
Zurück nach oben

Die schönste Rose der Welt

Es war eine mächtige Königin, in deren Garten befanden sich die schönsten Blumen jeder Jahreszeit und aus allen Ländern der Welt; aber die Rosen liebte sie besonders, und deshalb hatte sie von diesen die verschiedensten Arten, von der wilden Heckenrose mit den nach Äpfeln duftenden grünen Blättern bis zur schönsten Rose aus Frankreichs Provence. Und sie wuchsen an den Mauern des Schlosses hinauf, rankten sich um Säulen und Fensterrahmen, in die Gänge hinein und an den Decken der Säle entlang, und jede gab ihr Bestes in Duft, Form und Farbe.

Aber Trauer und Trübsal wohnten drinnen. Die Königin lag auf dem Sterbelager und die Ärzte verkündeten, dass sie sterben müsse. „Eine Rettung gibt es noch für sie“ sagte der Weiseste unter ihnen. „Bringt ihr die schönste Rose der Welt, die Rose, die das Sinnbild der höchsten und reinsten Liebe ist; kommt ihr diese vor die Augen, ehe sie brechen, so stirbt sie nicht.“

Und Jung und Alt kamen von weit und breit mit Rosen, den herrlichsten, die in jedem Garten wuchsen; aber diese Rosen waren es nicht. Aus dem Garten der Liebe musste die Blume geholt werden.

Aber welche von den Rosen dort mochte der Ausdruck der höchsten, der reinsten Liebe sein? Und die Skalden sangen von der schönsten Rose der Welt, jeder sang von der seinigen. Und es erging Botschaft weit im Lande umher an jedes Herz, das in Liebe schlug, Botschaft an jeden Stand und jedes Alter. „Noch hat niemand die Blume genannt!“ sagte der Weise. „Niemand hat den Ort gewiesen, wo ihre Schönheit entsprang. Nicht sind es die Rosen von Romeos und Julias Sarg oder von Walborgs Grabe, ob sie auch immer durch Sage und Lied duften werden: es sind nicht die Rosen, die aus Winkelrieds blutigen Lanzen hervorspriessen, ans dem Blute, das heilig der Brust des Helden entströmt beim Tode fürs Vaterland, obgleich kein Tod süßer, keine Rose röter ist als das Blut, was da geflossen ist.

Auch jene Wunderblume ist es nicht, für deren Pflege der Mann im Jahr und Tag, in langen schlaflosen Nächten, in einsamer Stube, sein frisches Leben hingibt, der Wissenschaft magische Rose.“ „Ich weiß, wo sie blüht“ sagte eine glückselige Mutter, die mit ihrem kleinen Kinde an das Lager der Königin trat. „Ich weiß, wo man die schönste Rose der Welt finden kann, die Rose, die das Sinnbild der höchsten und reinsten Liebe ist. Sie blüht auf den rosigen Wangen meines süßen Kindes, wenn es, vom Schlafe gestärkt, die Augen aufschlägt und mich mit all seiner Liebe anlacht!“

„Lieblich ist diese Rose, aber es gibt eine schönere“ sagte der Weise.

„Ja, eine weit schönere“ sagte eine der Frauen. „Ich habe sie erblickt; eine erhabenere, eine heiligere Rose blüht nirgends, aber sie war bleich, wie die Blütenblätter der Teerose; auf den Wangen der Königin sah ich sie. Sie hatte ihre königliche Krone abgetan und trug selbst in langer, sorgenvoller Nacht ihr krankes Kind in den Armen, weinte darum, küsste es und flehte darum zu Gott, wie nur eine Mutter betet in der Stunde der Angst“ „Heilig und wunderbar in ihrer Macht ist der Sorge weiße Rose, aber auch sie ist es nicht.“

 „Nein, die schönste Rose der Welt sah ich am Altar des Herrn“ sagte der gute, alte Bischof. „Ich sah sie leuchten; wie eines Engels Antlitz zeigte sie sich. Die jungen Mädchen gingen zum Tische des Herrn, um den Bund der Taufe zu erneuen, und es erblühten und erbleichten Rosen auf ihren frischen Wangen. Ein junges Mädchen stand dort; sie schaute mit der vollen Reinheit und Liebe ihrer ganzen Seele zu ihrem Gott auf; das war der Ausdruck der reinsten und höchsten Liebe.“

„Gesegnet sei sie!“ sagte der Weise, „doch noch immer hat keiner von Euch die schönste Rose der Welt genannt.“

Da trat in die Stube ein Kind, der Königin kleiner Sohn. Die Tränen standen in seinen Augen und auf seinen Wangen; er trug ein großes, aufgeschlagenes Buch, in Samt gebunden und mit Silber beschlagen. „Mutter“ sagte der Kleine, „O, hör doch, was ich gelesen habe.“ Und das Kind setzte sich an das Bett und las aus dem Buche vor von dem, der sich selbst am Kreuze geopfert hatte, um die Menschheit, selbst die noch ungeborenen Geschlechter, zu erlösen.

Größere Liebe gibt es nicht.“ Da ging ein Rosenschein über die Wangen der Königin, ihre Augen wurden groß, so klar, denn sie sah aus den Blättern des Buches die schönste Rose der Welt emporwachsen, sie, die aus Christi Blut am Kreuzesstamme hervorspross. „Ich sehe sie“ sagte sie. „Niemals stirbt, wer diese Rose sah, die schönste auf Erden.“

(HC Andersen)
Zurück nach oben

Home