Präsident Hinkley spricht im National Press Club (NPC), Washington D.C. (USA), 8. März 2000


Präsident Hinkley

Dankeschön für Ihre liebenswürdigen einleitenden Worte. Ich danke Ihnen allen, die Sie heute anwesend sind. Ich fühle mich durch Ihre Gegenwart zutiefst geehrt. Dies ist eine sehr grosse Zusammenkunft, und sie schüchtern mich ein wenig ein, zumal ich weiss, wer Sie sind und was Sie tun. Ich habe mich entschieden, über die Kirche zu sprechen und eine Auswahl ihrer Tätigkeit anzusprechen. Ausserhalb der Vereinigten Staaten haben wir heute mehr Mitglieder als in den Vereinigten Staaten, und der Prozentsatz ausserhalb der Vereinigten Staaten wächst weiterhin, wenngleich wir auch in unserem Land ein beträchtliches Wachstum verzeichnen. 

Ich glaube, dass keine andere Kirche, die auf amerikanischem Boden entstanden ist, so stark gewachsen ist und sich so weit ausgebreitet hat. Vor noch nicht langer Zeit waren wir im Wesentlichen eine Kirche in Utah. Jetzt haben wir Mitglieder überall in den Vereinigten Staaten und in Kanada, sowie auf der ganzen Welt. Wir sind heute in mehr als 160 Länder tätig. Weltweit haben wir bald 11 Millionen Mitglieder. Davon sind annähernd 4 Millionen Frauen, die der Frauenhilfsvereinigung angehören. Meines Wissens ist es die älteste und vielleicht auch die grösste Frauenorganisation der Welt. Sie hat ihre eigene Führung und eigenen Beamtinnen, die auch anderen Ausschüssen und Komitees der Kirche angehören. Die Menschen fragen sich, was wir für unsere Frauen tun. Ich sage Ihnen, was wir tun. Wir stören sie nicht und betrachten mit Staunen, was sie leisten.

Ich denke, ich kann kurz aufzeigen, was wir auf der ganzen Welt tun, indem ich Ihnen von einem Erlebnis berichte, das ich hatte. Ich war in Mexiko-Stadt, um zu der Abschlussklasse der Schule zu sprechen, die wir dort betreiben. Ich wurde einer jungen Absolventin vorgestellt. Ihre Mutter und ihre Grossmutter waren zur Feier gekommen. Die Grossmutter hatte in der Wildnis gelebt. Sie hatte nie Lesen oder Schreiben gelernt und war Analphabetin. Ihre Tochter hatte ein wenig Schulbildung bekommen, aber nicht sehr viel. Sie konnte die Schlagzeilen oder Derartiges lesen. Hier kam diese schöne junge Frau. Sie war in der Abschlussklasse. Ich fragte sie: "Was haben Sie jetzt vor?"

Sie antwortete: "Ich habe ein Stipendium für ein Medizinstudium an der staatlichen Universität bekommen." Für mich war das ein Wunder. In drei Generationen aus der Wildnis und dem Analphabetentum zur Kultiviertheit und zum Medizinstudium. Sie sprach nicht nur ihre Muttersprache Spanisch, sondern auch Englisch. Was ihr widerfahren war, schrieb sie der Kirche und ihren Programmen zu.

Wir wissen alle, dass Bildung und Ausbildung der Jugend Möglichkeiten eröffnen. Darum geben wir so viel für die Bildung unserer Jugend aus. Die Brigham Young University in Provo ist unser Kronjuwel. Mit mehr als 28‘000 Studenten ist sie die grösste private von einer Kirche finanzierte Universität in den Vereinigten Staaten. Ihre Absolventen arbeiten überall in den Vereinigten Staaten und sogar auf der ganzen Welt. Sie sind im Lehrkörper fast jeder grossen Universität in Amerika vertreten. Sie sind im Geschäftsleben, in den freien Berufen und in beinahe jedem ehrenwerten Beruf tätig. Eine beträchtliche Anzahl von ihnen ist hier in Washington, darunter 17 Angehörige des Kongresses, von denen einige heute hier sind. Wir betreiben noch weitere Schulen. Aber wir können nicht alle unterbringen, die gerne diese von der Kirche finanzierten Bildungsstätten besuchen würden. Darum betreiben wir im ganzen Land Religionsinstitute, die an Universitäten und Colleges angegliedert sind. Dort studieren unsere jungen Menschen Religion und geniessen die Zeit miteinander.

Als unsere Mitglieder sich in den frühen Tagen der Kirche aus den Britischen Inseln und Europa sammelten, errichteten unsere Führer den so genannten Ständigen Auswanderungsfonds. Die Kirche borgte denen, die nicht genügend hatten, Geld, so dass sie nach Utah kommen konnten. Sobald sie Arbeit gefunden hatten, zahlten sie den Kredit zurück; daraus wurde ein Revolvingkredit, so lange er gebraucht wurde.

Heute stehen wir vor neuen Herausforderungen. In den Entwicklungsländern haben wir zum Teil sehr fähige junge Männer und junge Frauen, die jedoch keine Möglichkeit zur Entfaltung haben. Zumindest nicht ohne Hilfe. Wir helfen jetzt einigen und erarbeiten Pläne, wie wir noch vielen anderen helfen können, im eigenen Land zu Bildung zu kommen. Wir geben ihnen eine Leiter, auf der sie die Armut verlassen, aus ihrem Leben etwas Besseres machen, in der Gesellschaft einen Platz einnehmen können, wo sie geachtet werden und in dem Land, in dem sie leben, einen bedeutenden Beitrag leisten können.

Wir vergeben zur Zeit Kleinkredite, wo demjenigen, dem ein-, zwei- oder auch dreihundert Dollar eine völlig andere Zukunft bescheren kann, ein kleiner Betrag geliehen wird. Wer so einen Kredit bekommt, wird Unternehmer und ist stolz auf das, was er zuwege bringt, und er erhebt sich aus der Gefangenschaft, die seine Vorfahren Generationen lang gehemmt hatte. Ob es sich nun um eine Bäckerei in Ghana oder um ein Holz verarbeitendes Unternehmen in Honduras handelt, wir ermöglichen es den Menschen, sich Fertigkeiten anzueignen, von denen sie nie geträumt haben, und erhöhen ihren Lebensstandart auf ein Niveau, von dem sie nie zu hoffen gewagt haben. In dem Mass, wie die Kirche sich in die ganze Welt und in die Zukunft ausbreitet, stehen wir vor zwei ernsthaften Problemen. Das eine besteht darin, die Führung am Ort zu schulen. All unsere örtlichen Gemeinden werden von Menschen am Ort geführt, die ihrem Beruf nachgehen und dabei ehrenamtlich zum Dienst berufen sind – beispielsweise als Bischof einer Gemeinde am Ort.

Ich war vor kurzem in Mexiko, und ich bin erstaunt, was für gute Führer wir heranbilden. Es sind starke und fähige Männer und Frauen. Sie lernen schnell. Sie sind opferbereit und glaubenstreu. Dank der Programme der Kirche, die die Familie stärken, sind sie bessere Ehemänner und Väter, bessere Ehefrauen und Mütter geworden. Sie sind zu einem wertvollen Teil der Gesellschaft geworden, in der sie leben, und das gilt auch für die Generationen nach ihnen. Das ist das Schöne an diesem Werk. Wenn man das Leben eines Menschen aus dieser Generation berührt, ist dieser Einfluss noch in zukünftigen Generationen zu verspüren.

Das zweite Problem, vor dem wir stehen, besteht darin, in diesen Gebieten mit rasanten Wachstum Stätten der Gottesverehrung zu errichten. Jedes Jahr bauen wir fast 400 neue Gotteshäuser. Das ist eine gewaltige Aufgabe. Aber wir müssen sie vollbringen, und wir vollbringen sie. Einige dieser Gotteshäuser sind relativ klein, viele von ihnen sind gross. Sie sind alle anziehend und gut gepflegt und haben schöne Anlagen. Sie machen jedem Gemeinwesen, wo sie sich befinden, Ehre. Und sie sind ihrem Umfeld ein Vorbild.

Vor dreissig Jahren war ich für unser Werk in Südamerika zuständig. Ich weiss noch, wie ich zum ersten Mal nach Santiago de Chile reiste. Im ganzen Land gab es vielleicht hundert Mitglieder. Wir hatten eine kleine Schule mit etwa 10 Schülern, die in einem winzigen Gebäude, kaum mehr als ein Schuppen, Unterricht hatten. Vor kurzem war ich wieder in Santiago und sprach in einem riesigen Fussballstadion vor 57 500 Menschen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen. Sie waren gut gekleidet, sauber und anziehend. Kein Einziger von ihnen rauchte. Kein Einziger von ihnen trank. Sie waren grossteils als Familien gekommen – Vater, Mutter und Kinder. Bei solchen Menschen gibt es keinen Generationskonflikt. Im Kreis der Familie herrschen Liebe, Ehrerbietung und Achtung. Das haben die Lehren und die familienorientierten Programme der Kirche bewirkt.

Jeder guter Staatsbürger trägt zur Kraft des Landes bei. Angesichts dieser Annahme sage ich ohne zu zögern, dass Chile dank unserer Präsenz ein besserer Ort ist, und dasselbe ist überall dort der Fall, wo wir tätig sind. Ich bin der Meinung, dass jeder, der in diese Kirche kommt, sofort einen Freund haben soll, der ihm hilft, sich einzuleben, und auch eine Aufgabe in der Kirche, durch die er wachsen kann. Der Geist unseres Werkes besteht darin, dass wir von unseren Mitgliedern etwas erwarten. Sie wachsen, wenn sie dienen, und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sie zu fordern. Wir haben keinen professionellen Klerus. Keiner von uns, die als Beamte dieser Kirche dienen, hat je ein Priesterseminar besucht. Uns fehlt vielleicht der Schliff derer, die ein Seminar besucht haben, aber – und es ist wunderbar und inspirierend, das zu beobachten und zu erleben – wir bringen in unseren Dienst Begeisterung für das Werk und Liebe für die Menschen ein.

Ich halte viel von dem alten Sprichwort, dass viele Hände die Arbeit leicht machen. Wir haben ein Laienpriestertum und jeder würdige Mann kann dieses Priestertum empfangen. Jeder Bischof in der Kirche hat zwei Ratgeber, opferbereite und fähige Männer, die ihm zur Seite stehen. Keiner ist dazu ausgebildet, aber jeder ist hingebungsvoll. Ein Bischof ist etwa fünf Jahre im Amt; dann wird er entlassen und ein anderer tritt an seine Stelle. Daraus ergibt sich eine ständige Entwicklung der Führerschaft und eine neue Kraft der Führung. Wer als Bischof entlassen wird, dem werden andere Aufgaben übertragen. Jeder kann gemäss seinen Fähigkeiten dienen.

Unser enormes Missionsprogramm entwickelt Führungskräfte, solange die Männer und Frauen noch jung sind. Wir haben heute weltweit annähernd 60 000 ehrenamtliche Missionare. Die meisten von ihnen sind junge Männer, einige sind junge Frauen, und wir haben einige Ehepaare, die in Rente sind. Sie dienen zwischen 18 und 24 Monaten.

Vor kurzem lernte ich zwei junge Frauen kennen, die beide aus der Mongolei stammen und als Missionarinnen dieser Kirche in Salt Lake City tätig sind. Wir senden Missionare aus Salt Lake City und anderswo in den Vereinigten Staaten in die Mongolei und in andere Länder, und einige kommen von dort und lernen unsere Kultur hier kennen. Sie lernen Englisch. Sie sehen die Kirche, wo sie am stärksten ist. Sie kehren ganz anders in ihre Heimat zurück, als sie hierher gekommen sind. Wie Sie wissen, finden die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City statt. Wenn wir darum gebeten werden, wird es uns ein Leichtes sein, fähige Übersetzter und Dolmetscher für die vielen Sprachen zu finden, die dort vertreten sein werden.

Ich kann die Strassen von Salt Lake City entlanggehen und Menschen begegnen, die eine von über zwanzig Sprachen sprechen – Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Dänisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Russisch, Albanisch, Tschechisch, Slowakisch, Serbisch, Japanisch, Chinesisch (und zwar Mandarin und Kantonesisch), Mongolisch Estnisch, verschiedene philippinische Dialekte und so weiter. Ich halte das für ein enormes Phänomen. Sie alle haben diese Sprachen auf Mission gelernt. Und wenn sie die Sprache des Landes, in dem sie gedient haben, gelernt haben, haben sie einheimische Mitarbeiter gehabt, die ihrerseits von ihnen Englisch gelernt haben. Diese gegenseitige Befruchtung durch die Sprachen und Kulturen ist etwas Beeindruckendes. Konflikte entstehen aus Unwissenheit und Misstrauen. Wenn wir die Menschen aus den verschiedenen Kulturkreisen kennen und schätzen lernen, lieben wir sie letzten Endes. Die Sache des Friedens wird durch dieses enorme Programm, das wir pflegen, ganz real gestärkt.

Inzwischen haben wir 333 Missionen weltweit. Jede wird zu einer Brücke zum besseren Verständnis zwischen den Menschen, zu grösserer Wertschätzung für andere Kulturen.

Nun etwas anderes. Seit langem sind wir bestrebt, uns derer unter uns anzunehmen, die in Not geraten sind. Wir betreiben nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in anderen Ländern grosse Farmen, um uns gegen wirtschaftliche Notzeiten und wie auch immer geartete Katastrophen zu wappnen. In unserem Wohlfahrtsprogramm der Kirche haben wir in jeder Hinsicht moderne Molkereibetriebe, Bäckereien, Konservenfabriken, Fleischverpackungsbetriebe und weitere Einrichtungen, um den Bedürfnissen der Notleidenden gerecht zu werden. Wir haben Vorratshäuser der Bischöfe, die Supermärkten ähneln, aber keine Kassen haben. Sie sind für die Armen bestimmt. Wir versuchen auch, denen die Hand zu reichen, die aufgrund von Krieg, Erdbeben, Überschwemmung, Trockenheit und weiteren Katastrophen Schreckliches durchmachen. Wo auch immer Menschen leiden, ist dies eine Angelegenheit dringlicher Sorge für uns. Wir haben eine Organisation – Latter-day Saint Charities – und wir haben gemeinsam mit anderen Organisationen, die nicht der Regierung unterstellt sind, humanitäre Hilfe geleistet. Dazu gehören der Katholische Hilfsdienst, Mercy Corps International, das Amerikanische Rote Kreuz, der Rote Halbmond, die Heilsarmee, Habitat for Humanity und weitere Gruppen auf der ganzen Welt.

Gerade heute fliegen wie an den vergangenen Tagen zwei Helikopter über das überschwemmte Mosambik und Simbabwe, um Menschen zu retten und ihre Not zu lindern. Als die Regierungen in jenem Teil der Welt sagten, sie könnten nichts mehr tun, haben wir für viel Geld zwei Helikopter für Rettungsmissionen gemietet. Darüber hinaus haben wir Geld hingeschickt, und Lebensmittel, Kleidung und Medikamente sind auf dem Weg zu diesen Menschen in Not. Die unsere Hilfe empfangen, sind keine Mitglieder. Unsere humanitären Bemühungen gehen weit über unsere Mitgliederschaft hinaus, um den Opfern von Krieg und Naturkatastrophen auf der ganzen Welt ein Segen zu sein.

Allein im letzten Jahr haben wir im Rahmen von 829 Projekten in 101 Ländern humanitäre Hilfe ausgesandt, dabei haben wir 11.2 Millionen Dollar an Geldspenden und 44 Millionen Dollar an Sachspenden gegeben, also Gesamtspenden im Wert von 55.2 Millionen Dollar. Ich möchte meinen, dass diese Anstrengung keine Kleinigkeit ist. Die Kosten wären noch viel höher gewesen, wenn die vielen, die die Waren in Salt Lake City eingepackt und ... diejenigen, die sie dort, wo sie verteilt wurden, ausgepackt haben, dies nicht ehrenamtlich getan hätten.

Wir haben in Dörfern in Afrika Brunnen gegraben, Menschen mit Nahrung, Kleidung und Obdach versorgt. Wir haben 1990 Hilfe geleistet beim Brand von Mexiko, 1991 beim Wirbelsturm in Bangladesch und beim Erdbeben in China, 1992 im Bürgerkrieg von Bosnien, 1994 in Ruanda, zwischen 1996 und 1998 in Nordkorea, 1998 in Mittelamerika und 1999 im Kosovo; und heute leisten wir in Venezuela, Mosambik und Simbabwe beträchtliche Hilfe. Aus Zeitgründen kann ich nicht auf all die Anstrengungen eingehen, die wir unternehmen, um den Menschen in den Vereinigten Staaten zu helfen, die in Not geraten sind. Es reicht, wenn ich sage, dass wir den vielen Amerikanern, die Opfer von Überschwemmungen oder Wirbelstürmen geworden sind, gern geholfen haben.

Noch etwas: Unser Genealogie-Archiv in Salt Lake City ist heute das grösste auf der ganzen Welt. Zweigstellen befinden sich in diesem Land und in anderen Ländern. Sie stehen jedem offen, ganz gleich, welchem Glauben oder welcher Religionsgemeinschaft er angehört. Über die Hälfte derer, die sie nutzen, gehören nicht unserem Glauben an. Überall möchten die Menschen etwas über ihre Herkunft erfahren. Unsere Genealogie-Webseite wird im Durchschnitt acht Millionen Mal am Tag besucht. Ich glaube, wir hätten genealogische Daten für jeden in diesem Raum. ...

Aus Zeitgründen konnte ich nur wenig von dem ansprechen, was wir zu tun versuchen, ich hoffe aber, dass ich Ihnen einen kleinen Eindruck von unseren Aktivitäten vermitteln konnte, während wir dieses Werk auf der ganzen Welt voranbringen. Wir haben überall den Wunsch, schlechte Menschen gut und gute Menschen besser zu machen. Wo auch immer wir hingehen, treten wir durch die Vordertür ein. Unsere Repräsentanten achten das Gesetz des Landes, in das sie gehen, und lehren die Menschen, gute Staatsbürger zu sein. Wir lehren, wir schulen, wir bauen auf, wir erziehen, wir geben Gelegenheit zum Wachstum und zur Entwicklung. Wir geben den Hoffnungslosen Hoffnung, und einem Menschen kann man nichts Grösseres geben als Hoffnung.

Sie fragen, wie all dies erreicht wird. Das kostet schliesslich Geld, sagen Sie. Woher kommt es? Es ergibt sich aus dem Gehorsam gegenüber dem alten Gesetz des Zehnten. So wie Abraham dem grossen Hohepriester des Alten Testamentes, Melchisedek, den Zehnten zahlte, so tragen unsere Mitglieder mit ihren Zehnten zum Werk des Herrn bei. Sie tun es gern und im Glauben an die Verheissung Maleachis, dass Gott die Schleusen des Himmels öffnen und Segen auf sie herabschütten wird. Wir gehen nicht mit dem Klingelbeutel umher. Wir spielen nicht in der Lotterie. Wir zahlen unseren Zehnten und können von Gottes Güte Zeugnis geben. Dieses Gesetz wird in unserer Schrift mit einigen wenigen Worten verkündet. Vergleichen Sie das einmal mit den Regeln und Bestimmungen des Finanzamtes.

Wir sind eine Kirche, eine Kirche, in deren Namen der Name des Herrn Jesus Christus vorkommt. Wir geben Zeugnis von ihm; seinem Beispiel und seinen Lehren versuchen wir zu folgen. Wir schenken Liebe. Wir bringen Frieden. Wir trachten nicht danach, andere Kirchen niederzureissen. Wir anerkennen das Gute, das sie bewirken. Wir haben in vielen Unternehmungen mit ihnen zusammengearbeitet. Das wollen wir auch weiterhin tun. Wir sind seine Diener. Wir geben zu, dass wir das, was wir tun, ohne die Hilfe des Allmächtigen nicht bewerkstelligen könnten. Wir betrachten ihn als unseren Vater und Gott und unseren allgegenwärtigen Helfer, wenn wir danach trachten die Welt zu verbessern, indem wir beim Einzelnen eine Herzenswandlung bewirken.

Ich danke Ihnen, meine lieben Freunde. Und nun, falls Sie Fragen haben, würden wir uns freuen, darauf einzugehen.

 

 

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